Tennis FC Viktoria Poppenroth e.V.

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NEWS

3. August

Kreil voller Vorfreude

Goldene Viktoria (Achtelfinale)

Florian Kreil – Thomas Metz 6:0, 6:1

Im zweiten Anlauf klappte es endlich mit dem Spiel. Tags zuvor hatte das Wetter den beiden Protagonisten einen Strich durch die Rechnung und damit eine Verschiebung nötig gemacht. Kreil war nach seinem krachenden Achtelfinal-Aus gegen den Titelverteidiger im Vorjahr bis in die Haarspitzen motiviert und begann dementsprechend konzentriert. Routiniert spulte er sein Programm ab und profitierte dabei ohne Zweifel von seiner Erfahrung als langjähriger Herren-Spieler. Bis zum Stand von 0:5 im Zweiten dauerte es, bis Metz endlich auch völlig verdient auf das Scoreboard kam. Dabei kam es ihm zugute, dass Kreil mit den Gedanken offenbar schon beim obligatorischen, gemeinsamen Kaltgetränk war und ihm einige einfache Fehler unterliefen. Doch auch den Kampfgeist des zweifachen Familienvaters wollte Kreil nicht unerwähnt lassen: „Tom hat bei meinem eigenen Aufschlag fast zehn Matchbälle abgewehrt“, zeigte sich unser Zweiter Abteilungsleiter beeindruckt. „Er hat ein gutes Ballgefühl und schlägt sich als Newcomer echt richtig gut. Ein spannender Gegner für die nächsten Spiele...“, lobt Kreil das Potenzial seines Gegners, das er in der nächsten Turnierrunde gegen Fußball-Kumpel Stefan Edelmann unter Beweis stellen kann. Kreils Blick hingegen richtet sich nun auf das knifflige Viertelfinale gegen Tim Schmid. Für dieses hat er sich einiges vorgenommen, auch wenn er sicher als Underdog ins Match gehen wird: „Ich freue mich drauf und werde alles in die Waagschale werfen.“ 

 


3. August

Kleinhenz und Schmitt im Gleichschritt

Goldene Viktoria (Achtelfinale)

Patrick Schmitt – Florian Rottenberger 6:2, 6:1

Nach einem aufregenden Wochenende ging es für den frischgebackenen Ehemann Patrick Schmitt Schlag auf Schlag weiter. Am Wochenende hatte er seiner Angetrauten Nicole noch im Rathaus Oberthulba das Ja-Wort gegeben und das Ereignis im Anschluss in Elfershausen im Kreise seiner Familie gebührend gefeiert. Doch schon am Montag zeigte sich unser Abteilungsleiter nach den Feierlichkeiten gewohnt energiegeladen. Es galt schließlich einen Zeitplan einzuhalten, bevor er in der kommenden Woche in die langersehnten Flitterwochen gen Kreta entschwindet. Als langjähriger, erfahrener Mannschaftsspieler hatte Schmitt in seinem Achtelfinalduell mit Florian Rottenberger dann auch die Favoritenrolle inne. Letzterer hatte schon bei den PO!20 als blutiger Anfänger mit seinem Einzug in die Viktoria-Endrunde für Aufsehen gesorgt und auch in diesem Jahr gelang es ihm, dieses Kunststück zu wiederholen. „Smithers“ war also gewarnt und entsprechend konzentriert startete er in die Begegnung. Und genau dieser Vorsprung an Erfahrung sollte im Match auch den entscheidenden Unterschied machen: „Flo hat in jedem Spiel mindestens zwei Punkte gemacht, manchmal sogar mehr“, berichtete Schmitt von einem ausgeglichenen Spiel. Der Linkshänder wehrte sich nach Kräften, hatte dem Elan und der Routine des 31-Jährigen in den entscheidenden Momenten aber nichts entgegenzusetzen. Sein Handtuch hatte „Smithers“ diesmal jedenfalls dabei, einige Schweißtropfen waren wohl einkalkuliert. Dies darf von „Rotte“ getrost als Zeichen des Respekts gewertet werden, auch wenn dieser befürchtete, das Handtuch käme „nur wegen des Regens“ zum Einsatz. Diese Bedenken wischte sein Gegenüber aber prompt weg und sprach dem Wahl-Kissinger seine Anerkennung aus: „Dranbleiben Flo, aus Dir ist definitiv was zu machen!“, munterte Schmitt den Unterlegenen auf. Auf ihn wartet nun im Viertelfinale der Sieger aus der Begegnung zwischen Jan Hagedorn und Christian Kleinhenz, wohingegen Rottenberger sich mit dem Verlierer dieser Begegnung messen darf. Auch für Schmitt scheint damit das Turnier erst in der Runde der letzten Acht so richtig loszugehen

 

Graf-Poppo-Cup (Achtelfinale)

Manuel Kleinhenz - Christoph Egerer 6:2, 7:5

Was hatte es um dieses Match für ein Getöse gegeben. Doch gleich vorneweg: sowohl Manuel Kleinhenz als auch Christoph Egerer hatten sich im Vorfeld des Duells als große Sportsmänner erwiesen. Mehr muss zum Vorspiel zu diesem Match nicht gesagt werden, außer das bereits vor der Partie klar war, dass der Sieger zu den Top-Favoriten um die Graf-Poppo-Trophäe gehören würde. Bei strahlendem Sonnenschein begannen die beiden ambitionierten Spieler, nach Einschätzung des Schlimpfhofers allerdings beide nicht mit ihrer besten Leistung: „Das Spiel dauerte zweieinhalb Stunden, dann hat der Himmel angefangen zu weinen aufgrund unserer Leistung“, gab dieser sich nach der Partie mit seiner malerischen Beschreibung fast schon poetisch. Auch Egerer schien mit seiner Leistung nicht sonderlich glücklich zu sein, berichten die Kiebitze doch von erneut tieffliegenden Schlägern. Im zweiten Durchgang duellierten sich die beiden Akteure lange auf Augenhöhe – mit dem besseren Ende für den Schlimpfhofer. „Einen dritten Satz hätte ich wohl verloren. Ich war völlig ausgepowert“, freute sich dieser über sein Nervenkostüm in der Endphase der Begegnung. Dass er es durchaus Ernst meint mit dem Tennissport, zeigt seine neue Komplettausrüstung bestehend aus Schläger, Bällen und Schuhen. „Ich habe mir auch noch eine neue Vorhand bestellt“, kommentierte der Neuling augenzwinkernd, wird aber wohl noch ein wenig Geduld aufbringen müssen: „Die kommt aber erst Ende nächsten Jahres.“ Der fast schon bemitleidenswerte Egerer hingegen hatte nach der schweren Vorrundenauslosung nun auch noch Pech mit einem bockstarken Achtelfinalgegner, der unter normalen Umständen sicher in der oberen Turnierhälfte zu finden sein dürfte. Trösten darf sich der Poppenröther aber nach wie vor mit seiner Position als „Numero Uno“ der Vereinsrangliste.

 


2. August

Schmitt spaziert ins Viertelfinale

Goldene Viktoria (Achtelfinale)

Simon Schmitt - Anton Beyer 6:0, 6:0

Premiere! „Gegen Simon habe ich noch nie gespielt, wollte ich aber schon immer mal“, freute sich Routinier Toni Beyer vor seinem Viktoria-Achtelfinalduell mit Simon Schmitt. Dafür nahm er es gar in Kauf, angeschlagen in die Partie zu gehen. Eine Achillessehnenverletzung hatte in zuvor schon zur Pause gezwungen, doch für den Vergleich mit dem Mannschaftsführer unserer Herrenmannschaft – und ganz nebenbei einem der Top-Favoriten auf den Titel – biss der „alte Haudegen“ auf die Zähne. Dies sollte jedoch nicht die einzige Hiobsbotschaft für Beyer bleiben: die Schützenjugend wollte sich im Rahmen einer Jugendbildungsmaßnahme parallel mit dem Racket versuchen und so musste das Match auf dem von ihm so ungeliebten „Vierer“ stattfinden. „Da habe ich vor vielen Jahren mal ein blödes Spiel verloren. Seitdem mag ich den Vierer nicht mehr so gerne.“ Nach ein wenig Vorgeplänkel ging es los und schnell musste Beyer erkennen, dass sich der rund 40 Jahre Jüngere aktuell in atemberaubender Form befindet. Seine Verletzung machte ihm zudem das Leben nicht leichter und so stand er durch sein Handicap zwangsläufig immer wieder falsch zum Ball. Schmitts Spieltempo tat sein Übriges und so siegte dieser letztlich ohne große Probleme. Auf Schmitt wartet nun mit Titelverteidiger Markus Schott der erste harte Brocken des Turniers. Mit diesem hat er allerdings noch eine Rechnung offen, wie er verrät: „Da hab ich noch was gut zu machen. Gegen Markus habe ich mein einziges Einzel in diesem Jahr verloren“, spielte der 28-Jährige auf die knappe Niederlage im internen Ranglisten-Match zu Saisonbeginn an, die erst im Matchtiebreak mit einem hauchdünnen 9:11 verloren gegangen war. Seine Einschätzung: „Da werde ich mich wahrscheinlich etwas mehr strecken müssen.“ Wäre durchaus möglich…

 

Silberner Aperolo (Gruppe A)

Sandra Schmid – Franziska Spahn 6:1, 6:1

„Ein sportlicher Start in die Woche“, resümierte Sandra Schmid nach ihrer Early-Bird-Session am frühen Montag Morgen gegen Franziska Spahn zufrieden. Diese Heiterkeit hatte jedoch sicher nicht ausschließlich mit der lobenswerten Stärkung ihres Herz-Kreislauf-Systems zu tun, auch der deutliche Erfolg gegen ihre Mannschaftskameradin dürfte eine Rolle gespielt haben. Zwar waren auch in dieser Begegnung – wie von unserem recht ausgeglichenen Damenfeld gewohnt - viele enge Spiele dabei, doch im entscheidenden Moment setzte sich meist die Erfahrung der Mitfavoritin durch. „Franzi war unkonzentriert“, registrierte Schmid ebenfalls und meinte vor allem die Spiele, die Spahn zu Null abgegeben hatte sowie ihre zu hohe Quote an unerzwungenen Fehlern. Die Lehrerin glänzte ihrerseits mit Konstanz und Variabilität, mit denen sie die sehenswerten, langen Ballwechsel gestaltete. Mit nunmehr drei Siegen aus vier Partien hat Schmid das Halbfinale fest im Blick, mit ihrer Tochter Sina wartet im abschließenden Gruppenspiel jedoch Niemand Geringeres als die amtierende Titelträgerin. Ein Sieg wäre hier schon nötig, um nach der Pleite gegen Rica Wehner etwaige Rechenspielchen zu vermeiden.

 


1. August

Unter der Haube

Am gestrigen Samstag war es endlich so weit: unser Abteilungsleiter Patrick Schmitt hat JA gesagt. Lieber Patrick, die ganze Viktoria wünscht Dir und Deiner Gattin Nicole alles erdenklich Gute für Eure gemeinsame Zukunft! Herzlichen Glückwunsch zu Eurer Vermählung!

 


31. Juli

Kaess und die Rückhand

Graf-Poppo-Cup (Achtelfinale)

Andreas Albert - Patrick Kaess   6:2, 6:2

Voller Körpereinsatz! Diesen muss man Patrick Kaess in seinem Poppo-Achtelfinale gegen Andreas Albert auf jeden Fall bescheinigen. Der Poppenröther machte von Beginn an ordentlich Meter, gab keinen Ball verloren und scheute auch vor Bodenkontakt nicht zurück. Im Fußball, von dem Kaess ja eigentlich kommt, würde man seine Aktion Mitte des ersten Satzes wohl „Blutgrätsche“ nennen. Trotz des 2:6 im ersten Durchgang gestaltete dieser die Begegnung recht ausgeglichen, was auch sein Gegenüber bestätigte: „Das Ergebnis sieht eindeutiger aus, als es sich im Match angefühlt hat.“ Dennoch behielt Albert stets etwas die Oberhand und verteilte cool die Bälle, meist auf die schwächere Seite seines Gegners. „Andi hat es echt gut gemacht und mich non-stop auf meiner nicht vorhandenen Rückhand angespielt“, zeigte sich Kaess angefressen. Im zweiten Satz wählte er daraufhin einen anderen Ansatz. „Patrick hat immer wieder versucht, mich mit angeschnittenen Bällen aus dem Konzept zu bringen“, erkannte auch der Waldfensterer, der sich als inzwischen etablierter Herren-30-Spieler davon jedoch nicht beeindrucken ließ. Der Linkshänder zog konsequent sein Spiel durch und befreite sich immer wieder geschickt über die Rückhandseite von Kaess. So ging auch der zweite Durchgang mit 6:2 an Albert, der nun auf seinen Viertelfinalgegner wartet. Dieser wird in der Partie zwischen H30-Kollege Marco Rost und dem Schlimpfhofer Max Kleinhenz ermittelt. Der Sieger dieser Begegnung trifft im Viertelfinale auf Albert, der Verlierer wird es mit Kaess zu tun kriegen.

 


30. Juli

Mixed-Duos im Gleichschritt ins Halbfinale

Strolch&Susi-Cup (Gruppe A)

Sandra Schmid/ Markus Schott     6   6

Sabine Kreil/ Marco Rost                3   0

Ein Doppel zu vereinbaren, ist manchmal nicht ganz einfach. Den Terminplan von vier Spielern unter einen Hut zu kriegen, kann schon mal schwierig werden. Dass dann gleich zwei Mixed-Matches nahezu parallel stattfinden, ist daher umso ungewöhnlicher. Den Anfang machten Sandra Schmid und Markus Schott mit ihrem Duell gegen Sabine Kreil und Marco Rost. Erste Hürde: die Bälle. „Ich hab nur drei, einer ist mir geplatzt“, entschuldigte sich Schott sogleich. Vorbildlich ausgerüstet bot Kreil dann ihre an. Dem äußerlich neuwertigen Eindruck wollte Schmid wiederum nicht ganz trauen: „Ich kenne Deine Bälle!“ Sie sollte Recht behalten, denn nach den ersten zwei Schlägen erhärtete sich tatsächlich der Eindruck, die Filzkugeln wären zwischenzeitlich schon mal in den Besitz des Kreil‘schen Vierbeiners „Flocke“ übergangen. Schließlich fand sich doch noch geeignetes Material und so konnte es losgehen. Die Favoritenrollen waren klar verteilt: nach bisher zwei Siegen in der Vorrunde wollte sich das Lehrer-Duo mit einem weiteren Erfolg den Gruppensieg sichern. Alles begann auch ganz nach Plan des Abteilungsleitungs-Tandems, die schnelle 3:0-Führung ließ die Richtung der Partie erahnen. Doch plötzlich drehte vor allem Sabine Kreil auf – im Übrigen die dritte Pädagogin im Bunde. Deren Partner Rost muss sich wie auf einer Lehrerkonferenz vorgekommen sein, als Kreil ihre Berufskollegen mit schönen Winkelbällen über den Platz scheuchte. Doch auch er selbst machte eine gute Figur, agierte enorm fleißig und brillierte zudem immer wieder am Netz. Dadurch wurde das Spiel Mitte des ersten Satzes ausgeglichener und es entstanden auch endlich die von Kreil herbeigesehnten längeren Ballwechsel. Schmid/ Schott hielten ihre Gegner jedoch auf Abstand und holten sich den ersten Satz. Damit war der Widerstand von Kreil/ Rost zwar nicht gebrochen, doch die Favoriten agierten nun zunehmend sicherer und zogen das Tempo an. Besonders Schmid glänzte in dieser Phase durch ihr kompromissloses Netzspiel und ihre sicheren Grundschläge. Letztlich setzten sie sich verdient mit 6:3, 6:0 durch und erwarten nun gespannt das „Finale“ in Gruppe C, wo ihr Halbfinalgegner ermittelt wird, wenn Franziska Spahn/ Frank Kleinhenz und Sina Schmid/ Stefan Edelmann aufeinandertreffen.

 

Strolch&Susi-Cup (Gruppe B)

Louisa Goll/ Simon Schmitt     6   6

Luisa Spahn/ Jan Hagedorn     2   4

Zeitgleich begannen Luisa Spahn und Jan Hagedorn sowie Louisa Goll und Simon Schmitt mit dem Einspielen. Letzteren hatte zuvor eine Hiobsbotschaft erreicht, musste er doch auf seinen „Lieblingsschläger“ verzichten. Diesem war zuvor in einem Trainingsspielchen mit Tim Schmid mit dem letzten Schlag die Saite gerissen. Es musste also der Zweitschläger her, mit dem er im Doppel beim TC Rot-Weiß Bad Kissingen zuletzt keine guten Erfahrungen gemacht hatte. Dementsprechend „zurückhaltend“ dann auch die Spielweise von Goll/ Schmitt, während auf der Gegenseite Spahn/ Hagedorn offensives Doppelspiel zelebrierten - wenn auch nicht immer erfolgreich. „Wir haben beide am Netz ziemlich viele Punkte liegenlassen, die wir eigentlich hätten machen müssen“, beschrieb Letzterer die Krux in ihrem Spiel. „Ihr habt am Netz aber auch viele Punkte gemacht“, wollte Schmitt jene Analyse nicht gänzlich so stehenlassen. In der Tat agierten beide Tandems absolut auf Augenhöhe, nahezu alle Spiele gingen über Einstand. „Im entscheidenden Moment haben dann aber meistens die zugeschnappt und nicht wir“, konstatierte Hagedorn nach der 2:6, 4:6-Niederlage. Dennoch fand er, „dass Match hat extrem viel Spaß gemacht.“ Das hatte sicher auch mit der Kulisse zu tun: unsere wunderschöne Anlage, viele Zuschauer, Sonnenschein. Tennisherz, was willst Du mehr? Gleichbedeutend mit der Niederlage ist auch das Aus für Spahn/ Hagedorn im Strolch&Susi-Cup. Ganz im Gegensatz zu Goll/ Schmitt, die sich mit dem Erfolg den Gruppensieg sicherten und ihre Mitfavoritenrolle eindrucksvoll unterstrichen. Im Halbfinale treffen sie nun auf Theresa Schmitt und Tim Schmid, die bereits vor ihrem abschließenden Vorrundenspiel als Gruppenzweiter feststehen. Spätestens dann wird Simon Schmitt sicher wieder auf seinen Lieblingsschläger zurückgreifen können: „Ich muss ihn gleich mal zu Klaus Wolf bringen, dass er mir wieder eine ordentliche Saite draufmacht.“ Klingt vernünftig.

 


29. Juli

Raindrops are falling on my HEAD

Silberner Aperolo (Gruppe B)

Mareike Rottenberger - Louisa Goll   6:3, 6:3


So hatten sich das Mareike und Louisa sicherlich nicht vorgestellt. Es konnte ja auch keiner ahnen, dass es der Regengott so faustdick hinter den Ohren hat und es wagt, dieses mit Spannung erwartete Spiel einfach so zu unterbrechen. Doch spulen wir erst einmal an den Anfang zurück.

Das Spiel der beiden ging mit langen Ballwechseln und vielen Cross-Duellen los. Louisa fand schnell Vorliebe daran, auf Mareikes schwächere Rückhand zu spielen und somit war es ein ausgeglichenes Spiel und die Punkte „purzelten“ nur so hin und her. Beim Stand von 4:3 für Mareike war es dann soweit. Aus „Sich regen bringt Segen“ wurde schlagartig „Sich regen bringt Regen“ und die Wassermassen, die vom Himmel schossen, zwangen die Zwei sich mit den Herren-40 unter das Vordach unserer Tenniszentrale zu zwängen. Während letztere bereits die ersten Kaltgetränke öffneten, stand für die beiden fest: „Das Spiel muss weitergehen!“ Nachdem der Platz professionell von den Wasserpfützen befreit wurde, konnte Mareike den ersten Satz mit 6:3 für sich verbuchen.
Der zweite Satz sollte so hart umkämpft beginnen wie der erste und beim Stand von 5:3 lag Mareike  0:40 zurück und musste schon mit ihrem kleinen Dämonen im Kopf kämpfen. „Wenn Louisa den Punkt jetzt macht, dann wird es nochmal richtig eng für mich“ dachte sie sich. Es gab nur eine Lösung: Dem Dämonen einen Arschtritt verpassen, einen Einstand erkämpfen und dann den Matchpunkt zum 6:3 machen. Quod quomodo factum 😊

 

Silberner Aperolo (Gruppe A)

Sandra Schmid - Christiane Palluch   6:0, 6:1

Ohne Regen konnten dagegen Christiane und Sandra ihr Spiel genießen. Es war ein Sonntagabend wie man ihn sich nicht besser hätte vorstellen könnte und es schien, als seien die beiden nur auf den Platz gekommen, um sich die warmen Sonnenstrahlen aufs Gesicht scheinen zu lassen…ach ja…und natürlich um „nebenbei auch etwas Tennis zu spielen“ (O-Ton)
Das Spiel selbst lief sehr oft über Einstand, aber Christiane konnte Ihr hohe Fehlerquote nicht reduzieren, so dass Sandra mühelos mit 6:0 den ersten Satz für sich entschied.
Zwischendurch wurden immer die aktuellen News aus Poppenroth und Umgebung ausgetauscht, denn man muss die Zeit ja auch sinnvoll nutzen.
Christiane hatte Mühe ihren Schläger fest in der Hand zu halten, da sie ihre Kraft noch für den nächsten Arbeitstag im Krankenhaus aufsparen wollte, um ihre Patienten zur Ader lassen zu können. Wir sind uns sicher, dass sie bei Christiana in besseren Händen sind als ihr Schläger an diesem Abend.
Folgerichtig ging der zweite Satz mit 6:1 auch an Sandra, wobei man beiden den Spaß am Spiel definitiv am Gesicht ablesen kann.

 


28. Juli

"Er hat mich förmlich überrollt"

Goldene Viktoria (Achtelfinale)

Christoph Kleinhenz - Christoph Kröckel   7:5, 4:6, 6:4

Da war es, das erste volle Dreisatz-Match der PO!21. Exakt drei Stunden dauerte die Partie der Christophs zwischen Noch-Poppo-Champ Kröckel und dem Schlimpfhofer Kleinhenz. „Um neun Uhr haben wir angefangen. Mit dem Glockenschlag waren wir fertig“, bestätigte auch „El Presidente“ der dortigen DJK. „Ich habe alles gegeben“, versicherte dieser nach dem verwandelten Matchball völlig entkräftet und entschwand schnurstracks auf die Arbeit. Spätschicht!  Ebenso ausgelaugt - aber doch etwas entspannter im Anschlussprogramm - sein Gegenüber Kröckel. Dieser befindet sich aktuell in Elternzeit und freute sich nach der Begegnung auf etwas Entspannung im neuen Lauterer Zuhause. Zuvor hatten die beiden Athleten auf dem Court allerdings Schwerstarbeit verrichtet. In einem durchweg ausgeglichenen Match ahnten die Beiden schon nach den ersten beiden Aufschlagspielen, dass es an diesem Tag wohl länger dauern könnte. „Mein Bruder ist um zehn Uhr gekommen, da stand es gerade mal 1:1“, schmunzelt Kleinhenz über den kräftezehrenden, langatmigen Auftakt. Ähnlich umkämpft ging es weiter: 4:1 Kröckel, Ausgleich Kleinhenz, 5:4 Kröckel – und dann verließen sie ihn. Die nächsten zwölf Punkte gingen allesamt an Kleinhenz, gleichbedeutend mit dem Satzgewinn. Im zweiten Durchgang sah es dann zunächst so aus, als ginge es so weiter: Break Kleinhenz, Spielball zum 2:0 bei eigenem Aufschlag. „Plötzlich hat es 5:1 für den Herrn Kröckel gestanden“, musste Kleinhenz kopfschüttelnd feststellen. „Was der in dieser Phase gespielt hat, war einfach der Hammer!“ Kröckel zeigte im zweiten Satz tatsächlich seine gesamte Palette. Mit seinem Vorhand-Topspin nagelte er seinen Gegenüber permanent auf dessen Rückhandseite fest und holte alles, was zurückkam gnadenlos am Netz ab. „Das war wirklich das Beste, was bisher irgendjemand gegen mich gespielt hat“, schnalzte der Schlimpfhofer anerkennend mit der Zunge. „Ich habe da wirklich alles probiert, hoch, flach durchgezogen. Er hat alles weggeklopft“, schwang in diesem Abschnitt gar ein wenig Verzweiflung mit. Zum Glück für Kleinhenz ließ der Neu-Lauterer dann etwas nach, was seinem Gegner wieder den Anschluss ermöglichte. Kleinhenz hatte gar den Spielball zum 5:5, doch das bessere Nervenkostüm trug diesmal Kröckel und rettete sich gerade noch rechtzeitig zum Satzausgleich. Die K.O.-Phase bei den Poppenroth Open bedeutet traditionell auch einen ausgespielten dritten Satz statt einer Entscheidung im Matchtiebreak wie in der Vorrunde. Hier erwischte Kleinhenz den besseren Start und sah beim Stand von 4:1 und 5:2 gar wie der sichere Sieger aus. „Dann habe ich die Flatter gekriegt“, beschrieb dieser seine Gemengelage zu diesem Zeitpunkt. Also kam Kröckel wieder auf 4:5 heran und hatte bei eigenem Aufschlag die Chance zum Ausgleich. Ein 0:40 erwies sich dann jedoch als zu große Hypothek: zwei Matchbälle wehrte er ab, doch die letzte Kröckel’sche Rückhand landete im Netz. „Im zweiten Satz hat er mich förmlich überrollt, aber die Schott-Socken haben Glück gebracht“, freute sich der völlig entkräftete Sieger in seinen seit dem letzten Match ungewaschenen Glücksbringern über seinen Viertelfinaleinzug. „Ich habe mir immer wieder gesagt, dass ich nicht weiß, ob ich nochmal so weit komme“, schildert Kleinhenz seine Motivation während des Matches und meinte damit die in seinen Augen günstige Auslosung. Die beschert ihm nun in der Runde der letzten Acht einen anderen Kleinhenz: Frank „the Tank“. Kann der „Auszubildende im zweiten Lehrjahr“, wie sich Christoph gern selbst bezeichnet, auch den „Ausgelernten“ in die Knie zwingen?

 


 

28. Juli

Abgezogen!

Silberner Aperolo (Gruppe B)

Laura Hauck - Theresa Schmitt   6:1, 6:1

Kurzen Prozess machte im Meister-Duell Laura Hauck mit ihrer Gegnerin Theresa Schmitt.  „Klare Sache für Laura“, zlatanisierte die Albertshäuserin und freute sich über eine bisher perfekte Vorrunde. Hauck verfolgte von Beginn an den Ansatz, das Spiel kurz zu halten. Dies hatte jedoch weniger taktische, als vielmehr gesundheitliche Gründe. Ihr Knie macht seit geraumer Zeit Probleme und da heißt es natürlich, kreative Lösungen zu finden.  Hauck entschied sich dazu, sofort in die Offensive zu gehen und den Punkt zu erzwingen. Gegen so viel Druck war Schmitt letzten Endes machtlos. Entweder machte sie den Fehler oder sie konnte der geballten Hauck’schen Wucht nicht standhalten. Die beiden Akteurinnen freuten sich dennoch über einige spektakuläre Ballwechsel, „bei denen wir uns quer durchs Feld scheuchten.“ In dieser Form wird der Weg zum Aperolo-Triumph auch in diesem Jahr wieder nur über die Albertshäuserin führen. Schmitt hingegen wird nach der dritten Vorrunden-Niederlage in diesem Jahr nicht mehr ganz oben angreifen können. Ein Titel winkt ihr dennoch, ist sie mit ihrem Partner Tim Schmid doch noch im Strolch&Susi-Cup aussichtsreich vertreten. Fest steht jedoch: gäbe es einen Preis für das schönste oder kreativste Foto, dürften sich sicherlich beide Spielerinnen Hoffnungen auf eine Auszeichnung machen.


26. Juli

Nass gemacht...

Strolch&Susi-Cup (Gruppe A)

Sandra Schmid/ Markus Schott     6   2   10

Theresa Schmitt/ Tim Schmid        4   6    2

...wäre jetzt wirklich etwas übertrieben! Aber es hat am Ende eben gereicht für Sandra Schmid und Markus Schott. Dabei war die Vorbereitung auf dieses Match vor allem auf der Seite von Schott eher so mittelgut gewesen. Unterricht, direkt auf Beerdigung, mit dem Schwiegervater noch eine Stunde Holz gemacht und von dort direkt auf den Court. Seine Partnerin stand ihm in nichts nach, war sie doch noch mit „Vorbereitungen für morgen“ beschäftigt gewesen. Für ihren Unterricht jetzt am Schuljahresende vermutlich eher weniger, ihr Freizeitstress hatte eher private Gründe: der 18. Geburtstag von Tim stand vor der Tür.  Doch auch der hatte an diesem Tag sein Päckchen zu tragen: der Abiturient hatte vor dem Match noch eine Stunde Tennistraining für unseren Nachwuchs gegeben und sein PO!-Achtelfinale gegen Stefan Edelmann durchgezogen. Der arme Junge musste tatsächlich völlig ausgehungert gewesen sein! Anders lässt es sich nicht erklären, dass er zwischen seinen beiden Duellen fünf Minuten vor Matchbeginn noch schnell heimgeradelt ist, um schnell einen kleinen Happen einzupacken und pünktlich zum Einspielen wieder da zu sein. Im Gegensatz zu seinem letzten Mixed jedoch eine deutliche Verbesserung: er war schon mal wach!

Dies nahm auch seine Partnerin Theresa Schmitt erfreut zur Kenntnis, ebenso wie die Tatsache, dass ihr Partner gut drauf zu sein schien. „Heute würde ich mir zutrauen, mit dem Aufschlag anzufangen“, entschied sich Schmid junior bei der Platzwahl voller Selbstvertrauen für das Service. Die offensive, druckvolle Gangart der beiden Jungstars zu Beginn beeindruckte das Lehrer-Duo auf der Gegenseite sichtlich und so verschaffte sich „Team Jugend“ schnell eine 2:0-Führung. Dann kamen die erfahrenen Schmid/ Schott besser ins Match und drehten die Partie, wo vor allem auf Sandras Konstanz beim Aufschlag Verlass war. Mit dem dritten Satzball machten sie auf einen engen ersten Satz den Deckel drauf. Nach der Satzpause drehten Tim und Theresa so richtig auf, agierten noch druckvoller und waren häufig beide am Netz zu finden. Die Taktik ging auf, das 6:2 im zweiten Durchgang stellte den Satzausgleich her und war auch in dieser Deutlichkeit leistungsgerecht. „Danke an Sandra fürs Mitschleifen“, schlug deren Partner entsetzt die Hände vors Gesicht. „Normalerweise habe ich schon den Anspruch an mich, dass ich meiner Partnerin Sicherheit geben möchte. Das war heute eher umgekehrt“, zeigte sich Schott mit seiner eigenen Leistung unzufrieden. Highlight im zweiten Satz: beim Aufschlag rutschte ihm der Schläger aus der Hand und schlug direkt hinter seiner Partnerin auf dem Ziegelmehl ein. Auf der Gegenseite zeigte Tim, wie man das macht. Er nahm das Heft in die Hand und übernahm Verantwortung, Theresa konnte frei aufspielen.

Der Champions-Tiebreak musste also entscheiden und in dieser Phase kippte das Match abermals. „Wir sind überhaupt nicht richtig in den Matchtiebreak reingekommen“, kommentierte Tim den zwischenzeitlichen 0:5- und 1:8-Rückstand. Diesen Vorsprung ließen sich die beiden "alten Hasen" nicht mehr nehmen und stehen damit unmittelbar vor dem Gruppensieg. Doch auch Schmitt/ Schmid bleiben im Rennen um den Strolch&Susi-Cup, da in dieser Gruppe auch der Zweite ins Halbfinale einzieht.

 

Strolch&Susi-Cup (Gruppe B)

Luisa Spahn/ Jan Hagedorn              6   6

Simone Hartmann/ Moritz Palluch   4   2

Parallel zum Fight dieser Gladiatoren kam es auf dem „Zweier“ zu einem weiteren spannenden Vergleich. Im Strolch&Susi-Cup standen Simone Hartmann und Moritz Palluch nach ihrer Auftakt-Niederlage mit dem Rücken zur Wand. Entsprechend heiß starteten die beiden in ihr Match gegen Luisa Spahn und Jan Hagedorn. Gegen die Mitfavoriten legten Hartmann/ Palluch los, dass die zahlreich anwesenden Zuschauer die Ohren anlegten. Dem Anfangstempo des Duos hatten Spahn/ Hagedorn nichts entgegenzusetzen, beinahe machtlos musste man einem 0:3-Rückstand hinterherlaufen. "Sie haben schon vor dem Spiel rumgeheult, sie wollen auf keinen Fall eine Brille kriegen", schienen sich Spahn/ Hagedorn von dem neuen Traumpaar der Poppenröther Tenniswelt einlullen zu lassen.  Die Sicherheit und Kontrolle kam langsam, aber sie kam! Spiel um Spiel holten sie auf und mit vier Games in Folge war die erhoffte Richtung wieder einigermaßen hergestellt. Lohn war der Gewinn des ersten Durchgangs, doch Hartmann/ Palluch gaben nicht auf. Zwar gab der Satzgewinn dem Gegner noch mehr Sicherheit, man wollte sich in seinem vermutlich letzten Turnierspiel aber nicht einfach seinem Schicksal ergeben. Am Ende setzte sich die Klasse von Spahn/ Hagedorn durch, das Ergebnis von 6:4, 6:2 ist für deren Kontrahenten jedoch ein durchaus Achtbares. Damit erwartet die Jubelnden im abschließenden Vorrundenmatch gegen Louisa Goll und Simon Schmitt ein echter Showdown um den Gruppensieg.

 


27. Juli

Geburtstagskind beschenkt sich selbst

Achtelfinale (Goldene Viktoria)

Tim Schmid - Stefan Edelmann 6:2, 6:3

„Die K.O.-Phase geht los und alle sind voll da“, musste Titelverteidiger Markus Schott voller Schrecken feststellen, dass vor allem Tim Schmid, Simon Schmitt und Frank Kleinhenz gewaltig an seinem Thron rütteln. Zugegeben, in seiner Achtelfinalbegegnung gegen Stefan Edelmann war Vorjahresfinalist Schmid als klarer Favorit gegangen. Doch das war er auch in der Vorrunde gegen Christoph Kleinhenz – das Ende ist bekannt! Gegen Edelmann begann der zu diesem Zeitpunkt Noch-Nicht-Ganz-18-Jährige konzentriert und mit einem klaren Matchplan: „Ich wollte aggressiv spielen und die Punkte kurz halten.“ Der Grund dafür war klar. Unsere Numéro Uno der Herren hatte bereits eine Stunde Kindertraining gegeben, im Anschluss an sein Einzel stand zudem noch seine Mixed-Begegnung auf dem Programm. Der Energiesparmodus sollte es also richten. Der Youngster bereitete mit seinen gefährlichen Topspin-Angriffsbällen immer gut vor, um konsequent ans Netz nachzurücken und mit platzierten Volleys überlegt abzuschließen. Erst im zweiten Durchgang fand Edelmann ein Rezept gegen die Spielweise seines Gegners. „Stefan hat gut dagegen gehalten“, zeigte sich der Favorit dennoch angemessen beeindruckt von Edelmanns Spieltempo und attestierte diesem eine große Zukunft in unseren Herrenmannschaften. Tatsächlich hatte dieser den zweiten Satz bis zum 3:3 ausgeglichen gestaltet, als der Knackpunkt der Partie den weiteren Verlauf maßgeblich beeinflusste: „Mein Aufschlagspiel ging bei Einstand ständig hin und her“, verdeutlichte Schmid die Brisanz dieser Phase. Schmid bewies Nervenstärke und somit war der Widerstand des tapferen Neulings gebrochen und so zog der Favorit erwartungsgemäß ins Viertelfinale ein, wo er es mit dem Sieger der Partie zwischen Florian Kreil und Thomas Metz zu haben wird. Zuvor darf er heute allerdings erst einmal ausgiebig seinen 18. Geburtstag feiern. Happy Birthday, Tim!


27. Juli

Müllers Traum lebt weiter

Achtelfinale (Graf-Poppo-Cup)

Andreas Müller - Hendrik Stichler 6:0, 6:3

Was hatte sich unser „Henning“ nach seinem Match gegen Sebastian Lienhard gefreut. Der erste Sieg in seiner persönlichen PO!-Historie! Zehn lange Matches hatte er darauf gewartet. Und weil es so schön war, sollte in seinem Poppo-Achtelfinale gegen Andreas Müller gleich der nächste Triumph folgen. Der Lauterer auf der anderen Seite des Netzes hatte da naturgemäß etwas dagegen, wollte er gerne doch seinerseits zum ersten Mal jubeln. Die Fortschritte, die dieser in seinen drei Vorrundenpartien machte, sind beachtlich. Hoben seine ersten Gegner noch Müllers extravaganten und anfangs leicht unbeholfen wirkenden Rückhand-Slice hervor, stabilisierte sich der Lauterer von Spiel zu Spiel und sog die Tipps seiner ausnahmslos erfahreneren Gegenspieler auf wie ein Schwamm: „Ich habe alles umgesetzt, was Du mir gesagt hast“, rief er Gruppengegner Markus Schott nach dem Match stolz wie Oskar zu.

Zuvor hatte er sich mit „Henning“ einen offenen Kampf ohne Visier geliefert. Die Akteure erlebten ungeachtet des deutlichen Ergebnisses ein ausgeglichenes Match, wie sie beide betonten. Fast jedes Spiel ging mehrfach über Einstand, letztlich erschien jedoch fast jedes Mal Müller auf dem Scoreboard. Es ist eben auch eine große Qualität, den Ball im entscheidenden Moment immer einmal mehr ins Feld zu spielen als der Gegner. Es entwickelten sich immer wieder tolle, lange Rallyes: „Keiner hat einen Ball hergeschenkt und auch sicher geglaubte Punkte kamen wieder zurück ins Feld“, berichtete Stichler mit einem Hauch Verzweiflung in der Stimme. „Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, weil es ein Tennisspiel auf Augenhöhe war, was das Ergebnis so leider nicht widerspiegelt“, resümierte der gebürtige Schwabe am Ende doch leicht enttäuscht. Müller hingegen scheint im Turnier angekommen und darf weiter vom Graf-Poppo-Cup träumen.