Tennis FC Viktoria Poppenroth e.V.

 ...mehr Freude am Sport  

NEWS

 


16. September

Strolch&Susi-Roundup

Strolch&Susi-Cup (Halbfinale)

Sandra Schmid/ Markus Schott     6   6

Sina Schmid/ Stefan Edelmann     0   3

 

Am Ende wurde es fast noch einmal eng, als sich Sina Schmid und Stefan Edelmann noch einmal aufbäumten. Die Aufholjagd kam jedoch zu spät, zu lange war man zuvor seiner Form hinterhergelaufen. Sie spielten zwar solide, aber ihre sicherlich leicht favorisierten Gegner Sandra Schmid und Markus Schott erwischten einen prächtigen Tag. Am Netz agierte man zwar gelegentlich zu leichtfertig, insgesamt zeigte das Pädagogen-Duo jedoch eine konzentrierte Leistung. Kurios: bereits vor der Begegnung hatte festgestanden, dass einer der beiden begehrten Mixed-Trophäen im Hause Schmid Einzug finden würde. Sohn Tim hatte mit seiner Partnerin Theresa Schmitt bereits am Vortag den Finaleinzug perfekt gemacht, im Duell zwischen Mutter und Tochter setzte sich - im Gegensatz zum Einzel - am Ende die Mama durch. Tim oder Sandra - wer wird die Schmid'sche Vitrine schlussendlich befüllen?

 


16. September

Aperolo-Roundup

Silberner Aperolo (Platz 5-8)

Sandra Schmid - Louisa Goll   6:3, 6:4

Ein straffes Programm, das sich Dauercamperin Sandra Schmid da zum Abschluss zurecht gelegt hatte: erst das Einzel, dann das Mixed. Den Anfang machte ihre Begegnung mit Louisa Goll. In einem sehenswerten Match begegneten sich die beiden Damen auf Augenhöhe, letztlich setzte sich aber Schmids Erfahrung durch. Gegen die leidenschaftlich kämpfende Goll ließ Schmid jedoch ordentlich Körner und schleppte sich am Ende fast ein wenig ins Ziel. Mit dem dritten Matchball vermied unsere Jugendwartin am Ende zu ihrer Erleichterung einen dritten Satz und darf sich morgen nun mit Franziska Schmitt um Platz fünf messen. Goll hingegen will im Duell mit Luisa Spahn die o-Frage beantworten: Louisa oder Luisa?

 


16. September

Poppo-Roundup

Graf-Poppo-Cup (Platz 13-16)

Hendrik Stichler - Sebastian Lienhard   6:3, 6:0

Sebastian Lienhard war nach seiner Vorrunden-Niederlage gegen Hendrik Stichler heiß auf die Revanche. Der „Avenger“ und Sponsor unserer Mixed-Pokale startete großartig und verschaffte sich einen frühen 2:0-Vorsprung, bevor Stichler so richtig in die Partie fand. Bis zum 3:3 gestaltete sich der Spielstand noch ausgeglichen, doch dann ging es dahin. „Henning“ sicherte sich trotz ausgeglichenen Spielverlaufs mit tollen Bacllwechseln neun Spiele in Folge und damit den zweiten Sieg in seiner PO!-Historie. Auf diesen muss Lienhard noch warten, vielleicht ist es aber ja schon morgen soweit?

 

Graf-Poppo-Cup (Platz 9-12)

Tobias Ziegler – Patrick Kaess   7:6, 7:5

In einem echten Thriller schenkten sich die beiden Protagonisten mal gar nichts! Tobias Ziegler und Patrick Kaess spielten in diesem Prestigeduell mit vollem Körpereinsatz, eine große Schürfwunde bei Letzterem war die Folge. Im Duell der beiden Fußballer hielt Kaess eine Blutgrätsche bei einem gut platzierten Ziegler-Ball offenbar für die beste Lösung, darf diese nun nach seinem Turbo-Hausbau aber im wohlverdienten Urlaub auskurieren. Ziegler darf sich am Finaltag mit „Jim“ Egerer messen. Reicht es für den Lauterer in seinem ersten Jahr schon für einen Sieg gegen den „Poppenröther Weltranglistenersten“?

 

Graf-Poppo-Cup (Halbfinale)

Marco Rost – Uwe Belz   6:3, 6:2

Der Favorit hat sich durchgesetzt! Uwe Belz startete gut, doch Marco Rost blieb seiner Linie treu und legte konsequent Wert auf Sicherheit in seinem Spiel. Bei Belz mehrten sich in diesem Geduldsspiel mit zunehmender Dauer hingegen die Fehler und so ging der erste Durchgang an den Stralsbacher. Vom einsetzenden Regen ließen sich die beiden Ex-Fußballer natürlich nicht abhalten, es wurde gnadenlos weitergefightet. Der Center Court stand zwischenzeitlich völlig unter Wasser, woraufhin man mitten im zweiten Satz spontan auf den in ihren Augen noch bespielbaren „Zweier“ wechselte. Am Ende siegte der Senkrechtstarter standesgemäß und darf nun gegen den kurioserweise bisher ungeschlagenen Manuel Kleinhenz im Duell der PO!-Debütanten um den Graf-Poppp-Cup kämpfen. Belz bekommt es im kleinen Finale mit Sascha Grom zu tun.

 


16. September

Viktoria-Roundup

Nur noch ein Tag bis zum großen Showdown. Die Ereignisse überschlagen sich, wir wollen Euch aber dennoch einen kurzen Überblick über die letzten Spiele vor dem Finaltag verschaffen.

Goldene Viktoria (Platz 13-16)

Christoph Kröckel – Thomas Metz   6:0, 6:2

Der (noch) amtierende Poppo-Champion beendete seine Vorschlussrunde standesgemäß mit einem Sieg gegen Thomas Metz. Kröckel kam wesentlich besser in die Partie und es dauerte bis zum zweiten Satz bis Metz seinen Weg auf das Scoreboard fand. Die beiden Spiele verdiente er sich redlich, letztlich waren sie aber lediglich Ergebniskosmetik, da Kröckel seine Vorstellung konzentriert durchzog. Beide Teilnehmer mussten im Turnierverlauf feststellen, dass die Trauben in der oberen Wettbewerbshälfte doch etwas höher hängen, dürfen mit ihrer Verbesserung in einem Feld voller „alter Hasen“ aber sehr zufrieden sein. Am Finaltag runden sie ihr Turnier mit den Begegnungen gegen Florian Rottenberger bzw. „Toni“ Beyer abrunden.

 

Goldene Viktoria (Platz 5-8)

Florian Kreil - Christoph Kleinhenz 7:6, 6:4

Die beiden Cracks beendeten ihr Match gerade noch rechtzeitig, bevor Florian Kreil sich auf seinen Segeltörn verabschiedete. Das Match wurde häppchenweise beendet, da Kreil und sein Gegner Christoph Kleinhenz beim ersten Versuch von der völlig überraschend einsetzenden Dunkelheit unterbrochen wurden. Ein Matchbeginn im September um 19 Uhr ist eben sportlich! Beim zweiten Versuch klappte es dann endlich. Kleinhenz kämpfte gegen den Satzrückstand an, doch am Ende setzte sich die größere Tenniserfahrung des Youngsters durch. Kleinhenz trifft am Finaltag auf Jan Hagedorn – ein echtes Schmankerl für die Tennis-Fans.

 

Goldene Viktoria (Platz 5-8)

Simon Schmitt – Jan Hagedorn   7:5, 6:4

Beide Akteure hatten sich nach ihrem Viertelfinal-Aus enttäuscht gezeigt und waren in diesem mannschaftsinternen Vergleich von Beginn an um Wiedergutmachung bemüht. Es entwickelte sich ein flottes Duell, besonders der Auftritt von Hagedorn hatte so gar nichts mit seiner Viertelfinal-Vorstellung zu tun. Dennoch setzte sich letztlich der in dieser Saison so bockstark aufspielende Schmitt durch und freut sich nun auf ein Ersatzspiel gegen Senkrechtstarter Stefan Edelmann. Hagedorn wird im Match um Rang sieben auch gegen seinen traditionell hochmotivierten Gegner Christoph Kleinhenz alles geben müssen.

 


16. September

Mannschaftskapitäne  geben´s sich richtig!

Goldene Viktoria (Platz 9-12)

Klaus Schmitt - Christian Kleinhenz   6:4, 1:6, 7:6

Mannschaftskapitäne  geben ´s sich richtig ! Klaus Schmitt, Stratege bei den Herren 40 und Christian Kleinhenz, seines Zeichens Kapitän der Herren trafen im Spiel ums Spiel um Platz 9 der Goldenen Victoria aufeinander. Beide hatten anscheinend richtig Bock ! Schmitt gut warmgespielt von bereits 2 Partien in den vorangegangenen 2 Tagen kam richtig gut ins Spiel und der „alte Knabe“ entschied den ersten Satz mit 6:4 für sich. Im zweiten Satz zeigte Christian mal kurz „..wo der Bordel den Most hölt…“ und ließ seine krachende Vorhand oft zu direkten Winnern einschlagen. Ziemlich deutlich ging der Durchgang mit 6:1 an ihn. Doch wer nun glaubt dass sich ein Klaus Schmitt nun seinem Schicksal ergibt und es auch im 3. „..hinnenü…n“ geht, der kennt unseren Slice-König schlecht. Der beinahe 60 jährige passionierte „…ich war mit meinem Fahrrad schon in jedem Biergarten im Umkreis von 100 km…“ Radler mobilisierte nochmal alle Kräfte und gestaltete das Match wieder ausgeglichen. Bis zum 6:6 gab sich keiner mehr die Blöße und so musste der Tie-Break entscheiden. In diesem behielt der kommunikative Schmitt die glücklichere Oberhand und gewann denkbar knapp mit 7:5. Beiden hat es richtig Spaß gemacht ein solches Match auf Augenhöhe bis zum finalen Showdown zu zelebrieren. Das macht diesen Sport ja so schön und spannend. Für Schmitt geht es am Finaltag um Platz 9 gegen seinen Kumpel „ich bin in Topform“ Wolfi und Christl bekommt es mit dem ebenfalls formstarken Stefan Edelmann um Platz 11 zu tun. Zwei richtig schöne Partien für die Beteiligten, aber auch wahrscheinlich für die Zuschauer !

 


15. September

Mentale Aussetzer und lockerer Youngster

Goldene Viktoria (Halbfinale)

Tim Schmid – Frank Kleinhenz   7:5, 6:3



Wie im letzten Jahr trafen im Halbfinale der mittlerweile 18 jährige Tim Schmid und der körperlich ca. 28 jährige Fränk „the Tank“ Kleinhenz aufeinander. Letztes Jahr noch hoch motiviert und 1 Stunde vor Spielbeginn sich mit Markus Schott einschlagend ließ es der Herren 40 Spieler diesmal ruhiger angehen und traf sogar später als Adiletten – Tim auf der Anlage ein. Bei einem ausgiebigen sonntäglichen Weißwurstfrühstück hatte er bereits in die Schott´sche Dopingkiste gegriffen und ein Hacker Oktoberfestmärzen mit 5,9 Atü sollte das Handgelenk entsprechend lockern. Tim hatte diesmal außer einer gehörigen Portion Lockerheit und seinen zahlreichen Fans aus dem Schmid-Clan nichts an Pausenutensilien dabei und strahlte von Beginn an eine gewisse Siegesgewissheit aus. Beide begannen im ersten Satz ein eher zerfahrenes Match, dass sich durch den Versuch viele direkte Winner zu erzielen, als doch sehr fehlerhaft entpuppe. Unter den Augen von weiteren Tennis-Koryphäen wie Wolf, Schmitt und natürlich Finalist und amtierender Champion Schott (inkl. Weizen) übernahm der junge Spritzer immer mehr die dominante Rolle im Match. Kleinhenz hatte an diesem Tag eben auch „…Gedanken wie n Lappen…“ mitgebracht und biss sich irgendwie nicht zu 100 % in das Match hinein. Das hatte zur Folge dass er sich nicht 100% zig bewegte und daher eins ums andere Mal schlecht zum Ball stand. Kürzere Bälle waren die Folge und das nutzt ein Schmid natürlich mit seiner extremen TopSpin-Vorhand gekonnt aus. Auch der 1. Aufschlag kam nicht wie gewohnt und so konnte Tim mit aggressiven Returns mehr Druck entfachen als der Aufschläger. Viele Breaks waren die Folge.  „Ich hätte den ersten Satz gebraucht um evtl. über 3 dann gewinnen zu können“ resümierte der letztjährige Drittplatzierte, der es im kleinen „…Finale für den Orsch…“ wieder mit Vorhand-Kanonier Patrick „Smithers“ Schmitt zu tun bekommen wird. Dem ambitionierten Schmid wünschte er fürs Finale der diesjährigen „schmerzenfuerschott“ --Tour viel Erfolg und ein gutes lockeres Händchen, um wieder so ein prächtiges Match wie im letzten Jahr zeigen zu können. Dies waren zu Beginn und auch nach dem Match einige der Gedanken von Tank gewesen, der innerlich meinte, Tim habe eben mehr Chancen gegen Schott als er und daher das Finale mehr verdient. Solche mentalen Aussetzer dürfen jedoch 2022 nicht wieder auftreten denn schon wenige Stunden später ärgerte er sich über seine mangelhafte Einstellung !

 


15. September

Schmid – Clan auch im Mixed Halbfinale

Strolch&Susi-Cup (Halbfinale)

Theresa Schmitt/ Tim Schmid           7   1  10

Franziska Spahn/ Frank Kleinhenz   5   6   6


Die Schmids dominieren auch in diesem Jahr die PO21 ! Tim im Einzelfinale und auch noch im Mixed im Rennen, Sandra an der Seite von Markus im Mixed-HF und jetzt auch noch Sina mit Stefan Edelmann. Es war ein wirklich gutes Mixed – Match gegen Franziska Spahn und Frank Kleinhenz. Schmid/Edelmann führten im ersten Satz schnell 5:1 auch weil Stefan überraschend gut aus den Startlöchern kam, sicher spielte und einige unkonventionelle Slice-Lobs überraschend gut verwandelte. Gepaart mit einer stark aufschlagenden Sina, die gewohnt hart und präzise von der Grundlinie agierte dominierten sie den Beginn der Partie. Doch dann fruchtete langsam die taktische Zeichensprache von Frank mit Franzi und der quirlige Herrenspieler machte mehr Betrieb am Netz und verkürzte viele Ballwechsel mit sehr guten Volleys. Trotz 5:5 und Breakball gegen Stefan brachten Sina und Stefan ihr Aufschlagspiel durch um sich dann doch noch den 1. Satz zu sichern. Im 2. Satz explodierten Spahn / Kleinhenz förmlich ! Spahn ´s Returns hatten eine perfekte Länge, setzten die jeweiligen Aufschläger somit gleich hinten fest und vorne wurde von Tank kräftig abgeräumt. Bääm ! 6:1 ! Matchtiebreak ! Lotterie ! Pech für das in diesem Moment dominante Doppel dass Edelmann wieder sicher agierte und Sina exzellent servierte. Ruck zuck führten sie 8:2. Über 8:5 und 9:6 schaukelten sie das Match schließlich unverdient 😊 nach Hause und treffen nun auf Schmid / Schott im Halbinale ! So macht Mixed jedenfalls jede Menge Laune !


15. September

Ein Tag ohne Bananen ist wie ein Tag ohne Sonnenschein

Goldene Viktoria (Platz 9-12)

Klaus Wolf – Stefan Edelmann   6:1 7:5


Bananen werden sicherlich nicht mehr auf Klaus´ Topliste seiner Lieblingsobstsorten landen. Zu schlechte Erfahrungen hat er bereits mit dem gelben Affensteak gemacht.
Im Gruppenspiel musste er am eigenen Leib erfahren wie sein Gegenüber Florian Kreil, immer weiter aufgeputscht durch Bananen, das Spiel am Ende gewann – und laut Klaus lag das hauptsächlich an der leistungssteigernden Wirkung der allseits beliebten Dessertbanane.

Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass Klaus Herzrasen bekam als er beim Einspielen mit Stefan Edelmann sah, dass auch dieser sich eine Banane als offizielles Dopingmittel mitgebracht hatte.
Als taktische Gegenmaßnahme übernahm Klaus freiwillig die „Gastrolle“ auf dem Scoreboard, obwohl er den Tennisplatz fast schon als sein zweites „Heim“ bezeichnen kann.

Der erste Satz begann mit mäßigem Tempo und Klaus hatte alles voll im Griff. Lediglich die schnellen und sehr gerade gespielten Aufschläge von Stefan verlangten ihm einiges an Fokus ab, was aber bei immer gut geputzter Brille auch kein Problem für ihn war.

Zu Beginn des zweiten Satzes passierte es dann – Stefan setzte die Banane ein!

Absolut ratlos wie man so einer Übermacht an Mann-Bananen-Symbiose entgegenwirken kann verlor Klaus die Oberhand. Stefan spielte plötzlich aktiver, sicherer und mit höherem Tempo und der Banane sei Dank war das Spiel auf einmal ausgeglichen.
Und es kam, wie es kommen musste, Stefan verwandelte zur 5:4 Führung und der Gewinn des zweiten Satzes war nur eine bananenlänge entfernt.

Aber auch die Wirkung des gelben Götterobstes lässt irgendwann nach oder lag es einfach daran, dass Klaus sein Bananentrauma überwinden konnte. Auf jeden Fall schaffte Klaus den Ausgleich und beendete den zweiten Satz erfolgreich zum Sieg!

Glückwunsch und Ende gut, Banane gut. Oder so ähnlich 😊

 


14. September

Sollner riesengroß

Graf-Poppo-Cup (Platz 5-8)

Daniel Sollner - Andreas Müller  6:3, 7:5

Da waren sie wieder, meine drei Probleme: Keinen Schläger, keine Ahnung von den Regeln und kein Whatsapp, um einen Termin zu vereinbaren.

So ähnlich könnte man Andreas´ Teilnahme am gesamten Turnier beschreiben. Aber der immer gut gelaunte und sympathische „Pflege-Fighter“ dachte sich einfach „Na kloar! Das schaffe ich schon irgendwie!“. Termin via SMS vereinbart (Ja, das gibt es noch), Schläger von Franky besorgt und das mit den Regeln kann man ja auch während des Spieles noch lernen.

Als Gegner stand wieder einmal Daniel „Ich bin für jede Überraschung gut“ Sollner auf dem Programm. In der Vorrunde konnte sich dieser noch mit einem glasklaren Sieg durchsetzen, aber man munkelte, dass Andreas über den Verlauf des Turniers an Erfahrung und Sicherheit gewonnen hatte.

Als ob sie sich schon ewig kennen würden, ging das Einspielen und auch der erste Satz mit viel „Gelaber und Gelache“ los. Man hätte meinen können, beide sind zum Quatschen anstatt zum Spielen gekommen. Es konnte natürlich auch sein, dass beide ihre Nervosität so überspielen wollten.
Daniel sollte auf alle Fälle schnell merken, dass es dieses Mal schwieriger werden würde als noch im Vorrundenspiel, zum Glück für ihn jedoch noch nicht im ersten Satz.
Den gewann er mit 6:3, merkte aber da schon, dass Andreas wirklich fast jeden Ball irgendwie zurückbrachte und anscheinend niemals müde wird. Egal in welche Ecke der Ball gespielt wurde, Andreas kam, rannte und schlug den Ball einfach zurück.

Der zweite Satz sollte eigentlich mit einem Kaltgetränk eingeläutet werden, aber beide wollten gewinnen und sich nicht ablenken lassen und somit verschob man das lieber auf später.

Voller Tatendrang legte Andreas los. 1:0 für ihn. 2:0 und kurz darauf stand es 3:0! Das führte dazu, dass bei Daniel das Kopfkino einsetzte. „Bitte nicht wieder gegen einen Neuling verlieren“ dachte er sich und begab sich mental für ein paar Minuten an seinen „Happy Place“ um zurück zur inneren Ruhe zu finden.
Das half und er konnte zum 3:3 aufholen. Von irgendwelchen „Happy Places“ oder spirituellem Hokus-Pokus unbeeindruckt feuerte Andreas zurück und stand bei 5:4 kurz davor, den zweiten Satz zu holen.
Die Dunkelheit setzte langsam ein und da der brillentragende Daniel Nachts so viel sieht wie ein Maulwurf mit Karl Dall Auge, half nur eines: Der Satz muss gewonnen werden!
Er verkürzte auf 5:5 und dann 6:5, was Andreas dazu bewegte, schon gratulieren zu wollen. Nach kurzer Einweisung ins Regelwerk gab es dann noch ein kurzes Spiel und mit einem 7:5 und wirklich schönen Ballwechseln und hart erkämpften Ballwechseln, konnte man sich jetzt endlich dem heiß ersehnten Getränk nach deutschem Reinheitsgebot widmen.

 


15. September

Eine Warnung: Aufschläge im Anmarsch

Graf-Poppo-Cup (Platz 5-8)

Andreas Albert - Peter Reckert   6:1, 6:2



Zeitgleich zum launischen Spiel von Andreas M. und Daniel S. (ebenfalls um Platz 5-8) fand das Match zwischen Peter R. und Andreas A. am Nachbarplatz statt. Komischerweise waren die zwei bei gleichem Startzeitpunkt gefühlt Stunden vorher fertig.

Das lag wohl vor allem an Andreas aggressiver Spielweise die Peter sichtlich Probleme bereitete. Von der ersten Minute an standen die Zeichen auf Angriff und Andreas rannte wann immer es möglich war vor ans Netz, um einfach nur zu verwandeln. Peter, gedanklich bestimmt immer noch bei seinem langen Urlaub mit Strand, Sonne und Meer, konnte einfach nicht dagegenhalten.
Die größte Herausforderung für Peter sollte es in dem Spiel aber sein, mit Andreas Aufschlägen klar zu kommen. Die hatten es laut Peter so in sich, dass sie ihm nur so um die Ohren flogen und er eingeschüchtert davon überhaupt nicht wusste, wie er diese parieren soll.

Beim Einen klappt´s, beim anderen nicht. So lässt sich das Spiel wohl am Treffendsten zusammenfassen. Auch Peters Versuch, Ruhe und Sicherheit in sein Spiel zu bringen, war nicht von Erfolg gekrönt und somit musste er sich wohl oder übel mit dem absolut verdienten Sieg von Andreas geschlagen geben.
Um Platz 5 des Graf-Poppo-Cup werden somit Andreas Albert und Daniel Sollner kämpfen. Möge der mit den besseren Aufschlägen gewinnen.

 


13. September

Finaaaaale! Manuel Kleinhenz siegt erneut

Graf-Poppo-Cup (Halbfinale)

Manuel Kleinhenz – Sascha Grom   6:2, 6:2

Am Ende freute sich Manuel Kleinhenz tierisch – und das darf man ruhig wörtlich nehmen. Zum einen freuten sich die beiden Protagonisten des diesjährigen Poppo-Halbfinals über den erneuten Besuch des kleinen Streuners „Mohrle“, der sich diesen Showdown nicht entgehen lassen wollte. We call it a classic! Zum anderen bemühte Kleinhenz nach der Partie eine alte Volksweisheit: „Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss“, philosophierte der Schlimpfhofer und spielte damit auf seine Leistung im Duell mit Sascha Grom an. Dieses verlief nahezu gegensätzlich zur Vorrundenbegegnung der Beiden, denn längere Ballwechsel waren Mangelware. „Wir waren beide lauffaul“, gab der passionierte Jäger hernach zu, was seinen Matchplan spontan durchkreuzte. „Ich wollte Sascha ans Netz locken und ihn dann passieren“, schilderte er seine Taktik, mit der er dem Burkhardröther beizukommen versuchte, „er wollte aber net.“ Stattdessen unterliefen dem Fitliner immer wieder Fehler mit seiner Vorhand, die konsequent im Aus landete. Also beschränkte sich Kleinhenz darauf, ihm den Ball „zurückzuschleisen“, wie er es nannte. Winner waren also auf beiden Seiten Mangelware, abgesehen von gelegentlichen Kleinhenz-Stopps, die auf der anderen Seite immer wieder unbeantwortet blieben. Das kam diesem mit seinen „Puddingarmen“ an diesem Tag sehr gelegen und so zog Kleinhenz nach nur knapp einer Stunde letztlich hochverdient ins Finale um den Graf-Poppo-Cup ein. Dort wird er sich mit dem Sieger des zweiten Halbfinals zwischen Marco Rost und Uwe Belz um die begehrte Trophäe streiten. Kein schlechtes Ergebnis für jemanden im „ersten Lehrjahr“, wie es im Hause Kleinhenz gerne beschrieben wird.

 


12. September

Bananiges Omen

Silberner Aperolo (Halbfinale)

Rica Wehner - Mareike Rottenberger   6:4, 6:2

Was für ein Paukenschlag! Nach einem doch etwas enttäuschendem Turnierverlauf im vergangenen Jahr war es für Rica Wehner und Mareike Rottenberger die erste Halbfinalteilnahme gewesen und wenn man schon mal da ist, wollten beide Akteurinnen die Chance natürlich nutzen. Die große Frage, die sich beim Betreten des Courts stellte: wer durfte die offizielle Meisterfeier unserer Mädels tags darauf als Finalistin begehen? Zunächst sah alles nach Mannschaftsführerin Rottenberger aus, denn das Energiebündel legte einen echten Traumstart hin. Erst mit dem 1:4-Rückstand legte Wehner ihre Nervosität ab, nachdem ihr zuvor ungewohnt viele, leichte Fehler unterlaufen waren: "Ich hatte das Gefühl, mein Arm ist ein Fremdkörper", begann diese bereits zu verzweifeln, als sie sich auf ihre Stärken besann. An der mangelnden Matchvorbereitung konnte der Fehlstart jedoch nicht gelegen haben, denn Wehner nahm das Match äußerst Ernst: "Ich war das erste Mal im Leben 15 Minuten vor Spielbeginn auf dem Tennisplatz und hab mich aufs Spiel vorbereitet!" Vielleicht hätte das obligatorische Gläschen Sekt vor dem Match in dem Fall gut getan...

Mit dem Rückstand vor Augen, veränderte Wehner den Matchplan - mit Erfolg: "Ich hab mich wieder aufs Spiel fokussiert und mich nur noch auf den nächsten Punkt konzentriert." Die Vorzeichen veränderten sich und plötzlich zogen sich die Fehler durch das Rottenberger-Spiel, während Wehner allmählich mehr und mehr Sicherheit gewann. Besonders beim Aufschlag hatte die 33-Jährige nun Probleme, aber auch ihren zuvor so dominanten Schlägen von der Grundlinie fehlte es nun an der richtigen Länge. Ihre Kontarhentin hingegen hatte inzwischen in den Kampfmodus geschaltet und nahm nun ihrerseits das Heft in die Hand. Der Faden bei Rottenberger war völlig abgerissen und Wehner nutzte die Gunst der Stunde: fünf Punkte in Folge bedeuteten den Satzgewinn. "Was bei Mareike knapp aus oder im Netz landete, war bei mir oft knapp drin oder ein Netzroller- das Glück war einfach nicht auf  Mareikes Seite", fasste Wehner die Schlussphase des ersten Durchgangs zusammen.

"Nach dem ersten Satz machten wir eine kurze Verschnauf-..ääähh Bananenpause", wartete Wehner sogleich mit einem Freud'schen Versprecher auf und versuchte sich promt als Hobby-Wahrsagerin: "Wir holten unsere Bananen aus der Tasche. Mareikes war total zerquetscht und Brei, während Meine in vollem Glanz zum Vorschein kam.
War das ein schlechtes Omen für den zweiten Satz??!!" Die Ballwechsel wurden nun jedenfalls wesentlich länger und die beiden Ballzaubererinnen scheuchten sich gegenseitig quer über das ganze Feld. "Wir mussten beide sehr viel Beinarbeit leisten", schickte Wehner ob der erhöhten Intensität einen Gruß an ihr Trainer-Duo Anne und Fabian Knüttel raus. Nach über zweieinhalb Stunden verwandelte die von Krämpfen geplagte Wehner zu ihrer unbändigen Freude den entscheidenden Matchball. "Letztendlich gewinnt der bessere und das warst heute du", zollte Rottenberger ihrer siegreichen Mannschaftskameradin für deren Leistung Respekt, haderte jedoch auch mit der eigenen Vorstellung: "Bei mir sollte es einfach nicht sein, ich hab nicht so gespielt wie sonst und bin im Nachhinein total unzufrieden damit. Das ist klar ärgerlich weil ich natürlich gerne im Finale gespielt hätte…"

Diese Ehre wird nun Wehner zuteil und man darf nach dem güldenen Gewand im Vorjahr nicht nur auf ihr Outfit gespannt sein. Ihre Augen richten sich nun auf das zweite Halbfinale, wo Laura Hauck und Champion Sina Schmid in einer Neuauflage des Vorjahresendspiels die zweite Finalteilnehmerin herausspielen.

 


12. September

Der fliegende Schläger zu Poppenroth

Graf-Poppo-Cup (Viertelfinale)

Uwe Belz - Peter Reckert   6:4, 0:6, 7:5

"Den Mythos, dass es mit dem Spiel bergab geht, wenn man seinen Schläger schmeißt kann ich hier und heute brechen", jubelte Uwe Belz nach seinem Viertelfinal-Thriller gegen Peter Reckert. Es ist im Tennissport eigentlich eine Unsitte, die da in letzter Zeit vermehrt Einzug hält. Aber zugegeben, der Zweck heiligt vermutlich die Mittel, auch wenn Belz' Racket an diesem Tag nicht nur einmal Opfer der Schwerkraft wurde. Stets ging es mit dem Spiel des frischgebackenen, zweifachen Vaters danach bergauf, klammert man den zweiten Satz einmal wohlwollend aus. Für Beide war es nach langer Pause das erste PO!-Match und dementsprechend bezeichnete Belz das Niveau der Begegnung selbstkritisch als "Not gegen Elend". "Peter ist ja gefühlt gerade erst von seiner Weltreise zurückgekommen", führte der gebürtige Oehrberger noch erklärend an. Da er aber ebenfalls durch seine Babypause nicht mit sonderlich viel Spielpraxis ausgestattet war, verlief das Match zunächst dennoch wie von den Beiden gewohnt. "Den ersten Satz hab ich wie immer gewonnen, Peter den Zweiten", fasste Belz knapp zusammen, um seine konditionellen Vorteile dann im entscheidenden Durchgang auszuspielen. Die regelmäßigen Läufe zahlten sich für den Modellathleten also aus! In einer dramatischen Endphase blieb Belz cool und zog somit ins Halbfinale ein. Ob ihm das nach dem Match gleich so bewusst war, bleibt fraglich: "Ein Spiel habe ich vor dem Finaltag ja glaube ich noch, ich weiß aber gar nicht wer noch im Turnier ist", zeigte der Polizist ein gewisses Maß an Verwirrung, die wir hiermit auflösen wollen. Halbfinale, Uwe!!! Gegen Marco Rost.

Lieber Uwe, die ganze Viktoria gratuliert Dir recht herzlich! In allererster Linie natürlich zum Nachwuchs, aber auch zum Halbfinaleinzug...

 


12. September

Beyer beißt auf die Zähne

Goldene Viktoria (Platz 9-16)

Klaus Schmitt - Anton Beyer   6:1, 6:1

Zuallererst einmal: Riesen-Resepkt an Toni Beyer! Seine Teilnahme an den Poppenroth Open 21 hatte von Anfang an unter keinem guten Stern gestanden, plagte sich unser ehemaliger Abteilungsleiter doch seit Wochen mit einer hartnäckigen Verletzung herum. Dass diese längst noch nicht ausgeheilt ist, konnte man auch in seinem "kleinen" Viertelfinale gegen Klaus Schmitt sehen. "Toni war natürlich schon stark gehandicapt", erkannte auch der Bald-Jubilar nach seinem klaren Erfolg gegen den Veteranen mit dem dick bandagierten rechten Sprunggelenk. Zwar dauerte es im Match einen Moment, bis Schmitt sich an die ungewohnte Situation gewöhnt hatte und prompt unterliefen ihn im ersten Spiel vier Leichtsinnsfehler. Ab dem 0:1-Rückstand flutschte es für Schmitt jedoch wie gebuttert. Gegenwehr gab es kaum, dafür war Beyer einfach zu angeschlagen. Trotzdem muss man den Hut vor seinem Kampfgeist ziehen: wie so häufig wäre aufgeben sicher der Weg des geringsten Widerstands - eine Vokabel, die im Wortschatz des Haudegens jedoch nicht existiert. Tapfer kämpfte er sich durch beide Sätze und holte sich dort jeweils ein Spiel, an der Niederlage sollte dies jedoch nichts mehr ändern.

Beibt zu hoffen, dass sich Beyer nun ein wenig regenerieren und seine Verletzung auskurieren kann, um dann im vorletzten Match gegen Florian Rottenberger noch einmal möglichst schmerzfrei auftreten zu können. Für Schmitt kommt es dagegen zum Duell mit Christian Kleinhenz. Im Generationen-Vergleich der Mannschaftsführer von Herren-30 und Herren-40 wird Letzteren sicher mehr Gegenwehr erwarten.

Toni, wir wünschen Dir gute Genesung! Schön, dass Du im Turnier dabei bist!

 


11. September

Unter die Räder gekommen … !

Goldene Viktoria (Viertelfinale)

Frank Kleinhenz - Christoph Kleinhenz   6:3, 6:1


Halbfinale der PO ! Dahin wollte Christoph Kleinhenz zum ersten Mal in seiner noch jungen Tenniskarriere einziehen. Dementsprechend ehrgeizig verlief seine Vorbereitung und auch der Spieltermin wurde insgesamt 3 mal verschoben, um die größtmögliche körperliche Fitness nach auskurierten Zerrungen an den Tag legen zu können. Sein Namenskollege Frank nahm sich der Aufgabe ebenso ernsthaft und konzentriert an, hatte Christoph doch in der Gruppenphase mit einem Sieg gegen Mitfavorit Tim Schmid extrem positiv von sich hören lassen. Mit „schönem“ Tennis, also mit den einigermaßen flach übers Netz gespielten Bällen, die auch genug Tempo mitbringen, braucht man Christoph nicht zu kommen. Das wusste Frank auch schon aus den Trainingseinheiten mit seinem Mannschaftskollegen. Aber zum Glück (oder Pech für Christoph) besteht Tennis nicht nur aus direkten Grundlinienschlägen. Da gibt es noch Slice, kurze Slices ins Halbfeld, hohe Topspins lang gespielt, Stopps und Lobs, Serve and Volley und einfach auch mal „sichere Haltebälle“ …. Gut wenn man das irgendwann mal alles einigermaßen beherrscht.  Nach beiderseitig nervösem Beginn kam Franky immer besser ins Spiel und variierte mit seinem Schlagrepertoire, so dass sich für Christoph keine Eingewöhnungszeit auf einen bestimmten Spielstil ergab. Knackpunkt für Christoph war im ersten Satz die vergebene Chance bei 40:30 auf 4:3 bei eigenem Aufschlag zu stellen. Nach dem Break holte sich Tank auch die folgenden 7 Spiele bis zum 5:0 im zweiten. Da lief´s für den Serienhalbfinalist und er spielte, wie er es auch immer gerne beschreibt, nicht nur die weißen Tasten auf dem Tennisklavier, sondern hämmerte auch oft und genussvoll auf die schwarzen ! Somit „müssen sich die ganz Neuen noch mal etwas hinten anstellen…“ wenn sie in den elitären Halbfinalistenkreis (Schott/Schmid/Kleinhenz/Schmitt/Wolf) reinschmecken möchten. Für „Tank“ war in den letzten 2 Jahren dort jedoch jeweils Endstation. Da aber bisher keine ausreichende Unterstützung von seinen Tenniskollegen für sein ihm eigenes Projekt „schmerzenfuerschott“ kam, weder Simon noch Patrick Schmitt konnten Schott ernsthaft in Bedrängnis bringen, bleibt es dieses Jahr vielleicht an ihm selbst hängen ?! Wer soll dann das Finale am Mikro kommentieren ? Fragen über Fragen.
Doch halt. Da war doch noch was ? Ach ja, das Halbfinale gegen Tim Schmid. Der nächste auf der Liste 😊 .

 


9.September

Am stärksten waren wir in der "Dritten Halbzeit"


Graf-Poppo-Cup (Spiel um Platz 9-12)

Christoph Egerer – Martin Kleinhenz 6:0  6:3


Nachdem sich Christoph "Jim" Egerer und Martin "Smodd" Kleinhenz bereits in der Vorrunde duellieren  durften, stand nun ein Wiedersehen im Halbfinale des Graf-Poppo-Cup an. War das Vorrundenspiel mit 6:3 und 6:2 für unseren vermögensberatenden Vielspieler noch als einigermaßen eng zu bewerten, sah es beim jetzigen Stelldichein doch eindeutiger für ihn aus. So ging der erste Satz mit 6:0 ziemlich schnell an Christoph, der sehr sicher und auch überaus fehlerfrei in die Partie starten konnte. Martin wurde auf der Grundlinie von rechts nach links gejagt und hatte, bedingt durch das druckvolle Spiel seines Gegners, sichtlich Probleme die Bälle in richtiger Länge zurückspielen, so dass viele leider im Netz „verhungerten“.

Auch der zweite Satz begann hervorragend für den wortgewandten Herren40 Spieler, der mit 3:0 in Führung ging und somit seinen inneren Mr. Hyde getrost schlummern lassen konnte. Überrascht und erschrocken vom bisherigen Ergebnis nutzte Martin erstmal die folgende kurze Verschnaufpause um sich zur Beruhigung an einer Zigarette zu laben, aus Angst es könnte zu einer im Tennissport ungern gesehenen „Brille“ kommen. Und genau dieses Pausenritual verhalf Martin direkt im Anschluss das Spiel von Jim zu torpedieren und ihn zumindest vorübergehend mental zu „brechen“.  Er verkürzte auf 3:1, dann schnell auf 3:2 und schneller als Speedy Gonzales in Siebenmeilenstiefeln rennen kann, gab es Spielball zum 3:3. Doch Martin sollte jetzt endgültig die Bekanntschaft von einem sehr guten Verbündeten von Jim „Ich stelle mich jeder Herausforderung“ Eger machen – dessen Ehrgeiz! Spielball abgewehrt und zum 4:2 verwandelt. Kurzer Prozess zum 5:2, ein kleiner Umweg über ein 5:3 und dann das Spiel mit einem doch sehr aufregenden und aufreibendem 6:3 beendet. Zack! Fertig!

Spaß hatten sie auf alle Fälle beide und die Aufregung über einige glückliche, für die andere Seite natürlich unglückliche, Netzroller sollte die „Dritte Halbzeit“ bei einigen Maurerbrausen einläuten.
Einen Rekord haben die zwei auf alle Fälle eingestellt. Der Spielbericht kam erst eine Woche nach dem Foto, was darauf schließen könnte, dass die Nachwehen der „Dritten Halbzeit“ doch zu stark waren. 😉

 


8.September

Spiel & Spaß

 

Silberner Aperolo (Platz 9-12)

Theresa Schmitt – Christiane Palluch   6:1, 6:3

Die Überschrift verpassten sich Theresa Schmitt und Christiane Palluch gleich mal selber: „Spaß sollte es machen und bloß keine Brille“, führte Palluch ihre Ambitionen näher aus und darf als Gruppensechste nach der Überkreuzbegegnung mit der Fünften der Parallelgruppe zufrieden sein: Ziel erreicht. Dass zwischen Mannschaftsmeisterin Schmitt und Gelegenheitsspielerin Palluch zwei völlig unterschiedliche Erwartungshaltungen aufeinander trafen, konnte man schon vor der Partie sehen. Die seit wenigen Tagen 27-Jährige (Herzlichen Glückwunsch übrigens!) tobte sich zuvor noch beim Mannschaftstraining aus und setzte die geübten Automatismen gleich im Match ein. Doch auch Palluch wusste zu gefallen: „Schöne Schläge von hinten und auch gut platzierte Crossbälle“, bekam sie von ihrer Gegnerin attestiert, die sich ihrerseits auf ihre punktgenauen Longline-Bälle und ihrer Netzspiel verlassen konnte. Auch während des Spiels bemerkte man ab und an das unterschiedliche Spielniveau, weshalb Schmitts Sieg nie in Gefahr geriet. Diesen Umstand machten sich beide Akteurinnen zunutze und es entwickelte sich ein schönes Spielchen in lockerer Atmosphäre ohne jeglichen Druck. Die Seitenwechsel nutzten beide Damen weidlich zum Small-Talk und tauschten sich über Aktuelles aus. Das sind eben auch die Poppenroth Open, wo es nicht immer nur verbissen um Punkte, Spiele und Sätze geht, sondern eben auch darum, persönliche Beziehungen zu knüpfen oder zu stärken. Da war es für Schmitt zu verschmerzen, dass „manchmal auch die Konzentration fehlte, konsequenter zu spielen.“ Gegen Franziska Spahn geht es für sie am Finaltag nun nicht nur um Platz neun, sondern auch ums Prestige, treffen hier doch abermals zwei unserer Meister-Damen aufeinander. Vor allem Spahn dürfte sich nach dem Ersatzspiel im vergangenen Jahr auf ihren ersten „echten“ PO!-Finaltag freuen.

 


7. September

Sonntags - Frühschoppen am Tennisheim

Silberner Aperolo (Platz 9-12)

Franziska Spahn - Renate Schmitt   6:3, 6:2

Viel los war am vergangenen Sonntagvormittag bei bestem Sonnenschein auf unserer schönen Anlage. Als die Herren Kleinhenz gegen 10.15 h zu ihrem Viertelfinale eintrafen schwitzten und schnauften die „älteren Herren“ Klaus Schmitt und Klaus Wolf bereits bedenklich und 2 weitere Partien der PO21 waren im Gange. Eines davon zwischen Franziska Spahn und Renate Schmitt, die um das Spiel um Platz 9 in der Aperolo – Konkurrenz spielten. Die lauffreudige Renate konnte von Franzi nur sehr selten an der Grundlinie ausplatziert werden und brachte dort beinahe alles zurück. Daher musste Franzi schon einiges an Power aufbieten um ihre Gegnerin zu Fehlern zu nötigen. Aber dass sie eine dominante Vorhand besitzt, die sie gut überlegt auch sehr platziert einsetzen kann ist ja bekannt. Diese offensivere platziertere Spielweise verhalf Franziska dann letztlich zum ungefährdeten Sieg über Renate, die mehr Fehler als ihre Gegnerin produzierte. Somit trifft Franzi im Spiel um Platz 9 wohl auf Theresa Schmitt. Da geht´s dann nochmal heiß her um den einstelligen Rankingplatz !


6.September

Durchgewürgt

Goldene Viktoria (Halbfinale)

Markus Schott – Patrick Schmitt  6:4, 6:2

Das Halbfinale zwischen Patrick Schmitt und Markus Schott ist ja inzwischen fast schon ein Evergreen. Bereits zum dritten Mal in Folge trafen Abteilungsleiter und Sportwart in der Runde der letzten Vier aufeinander, bisher stets mit dem besseren Ende für Schott. In diesem Jahr sollte eigentlich alles anders werden: Schmitt wollte seinen Aufwärtstrend unter Beweis stellen, der Favorit und Titelverteidiger auf der anderen Seite schwächelte hingegen zuletzt etwas. Bei Kaiserwetter sollte also die diesjährige Entscheidung fallen und in der Tat startete Schmitt engagiert. Gutes Timing bei den Grundschlägen, gepaart mit einer guten Länge und seinem extremen Vorhand-Topspin machten Schott das Leben zu Beginn äußerst schwer. Diesem blieb zunächst häufig nichts anderes übrig, als zu reagieren. „Ich habe mein eigenes Spiel zu keiner Zeit auf den Platz gebracht“, urteilte dieser im Nachgang über seine Leistung, wohlwissend dass dieser Umstand vor allem Schmitts couragiertem Auftritt geschuldet war. Dennoch erwartete der Noch-Champion eigentlich mehr von sich, kaum eine seiner gefürchteten Vorhand-Schüsse fand sein Ziel. Schmitt hingegen schaffte im ersten Durchgang etwas, dass ihm eigentlich kaum jemand zugetraut hatte und was ihm schon häufiger zum Verhängnis wurde: er agierte durchweg kontrolliert, ohne zu übersteuern. „Ich hätte schon gerne mal gesehen, was passiert wäre, wenn ich den ersten Satz gewonnen hätte“, spielte der Frischvermählte auf die Breakchance beim Stand von 4:4 an. Da waren sie wieder, die ä-Striche! Denn statt der großen Chance für Schmitt, mit einem 5:4 zum Satzgewinn zu servieren, würgte Schott hingegen sein Service irgendwie durch und schaffte das Break zum Etappenziel. Ausgerechnet in dieser Phase hatte den hochaufgeschossenen Herren-30-Spieler sein zuvor so platzierter und solider Aufschlag im Stich gelassen, den Satz beendete er zu allem Überfluss mit einem Doppelfehler.

Mit dem Satzvorsprung im Rücken agierte der 42-Jährige nun sicherer und selbstbewusster. Wie schon im Viertelfinale gegen Simon Schmitt drückte sich das auch gleich in Zahlen aus, stand doch recht zügig ein 4:1 auf dem Scoreboard. „Ich bin noch da“, ließ Schmitt nach dem Seitenwechsel mit kurzer Meditationsphase unter dem Handtuch lautstark nacheinander zuerst seinen Fanclub bestehend aus Gattin Nicole, Mama Susanne und Papa Klaus sowie seinen Gegenüber wissen. Schmitt verkürzte noch einmal, doch es fehlte ihn in der zweiten Matchhälfte schlicht und ergreifend an der Konstanz und Kontrolle, die sein Spiel zuvor ausgezeichnet hatten. So holte sich Schott auch den zweiten Satz und machte damit den dritten Finaleinzug in Folge perfekt. „Patrick hat sehr gut gespielt, Kompliment“, zeigte sich der frischgebackene Finalist beeindruckt von der Vorstellung seines Kontrahenten. Ganz im Gegensatz zu seinem eigenen Auftritt, mit dem Schott zu keiner Zeit der Begegnung zufrieden war. „So brauche ich im Endspiel gar nicht aufzulaufen, da fahren Tim und Frank mit mir Karussell“, dachte der Sieger bereits an den Finaltag am 18. September. Dort könnte es bei einem Duell mit Youngster Tim Schmid zu einer Neuauflage des Vorjahresendspiels kommen. Dieser muss zuvor jedoch noch gegen Frank Kleinhenz seinen Mann stehen – ebenfalls wie im vergangenen Wettbewerb. Damals zwang der Lauterer den angehenden Lehramtsstudenten zwar in den dritten Satz, musste sich dem Poppenröther Rohdiamanten aber am Ende geschlagen geben. Egal, wie dieses zweite Halbfinale ausgeht: leistungsmäßig wird sich Schott enorm steigern müssen, um die begehrte „Goldene Viktoria“ auch in diesem Jahr in Empfang nehmen zu dürfen. Sollte es nicht dazu kommen, wird es im Hause Schott zumindest eine Person geben, die damit gut leben könnte: Gattin Yvonne ist die im heimischen Wohnzimmer gut sichtbar platzierte Trophäe bereits seit Jahren ein Dorn im Auge. Wenn es nach ihr ginge, stünde einer Wachablösung nichts im Wege. Andererseits: was würde sie dann immer wieder verstecken in der Hoffnung, dass dem titelinnehabenden Ehemann der Verlust nicht auffällt?

 


4.September

Flachgelegt!

Goldene Viktoria (Viertelfinale)

Markus Schott – Simon Schmitt  6:4, 6:3

An der mangelnden Vorbereitung kann es bei Simon Schmitt nicht gelegen haben. Schon vor Wochen hatte er mit Frank Kleinhenz einen überaus kompetenten Privattrainer verpflichtet, der ihn für sein Viertelfinale gegen Titelverteidiger Markus Schott fit machen sollte. Zugegeben, es ist mehr als fraglich, ob da die Initiative tatsächlich von Schmitt ausgegangen war oder nicht doch eher von Kleinhenz auf seiner alljährlichen Mission #schmerzenfürschott. So oder so, geholfen hat es alles nichts, obwohl zu Beginn der Partie alles nach einer faustdicken Überraschung aussah. Schmitt spielte gut – und erfolgreich. Er erlaubte sich kaum Fehler und beschäftigte seinen favorisierten Gegenüber konsequent mit einer guten Länge auf dessen Rückhand. Dieser hingegen schaffte es nach seiner dreiwöchigen Verletzungspause zunächst kaum, sich aus dieser Umklammerung zu befreien. Stattdessen glänzte der Käpt’n unserer Herrenmannschaft zu Beginn mit überragenden Winkelbällen, sehenswerten Passierschlägen und gutem Service. Zack – stand es 3:0 für den Herausforderer und wer weiß, wie der erste Satz weiter verlaufen wäre, hätte Schmitt im nächsten Aufschlagspiel seinen Spielball zum 4:0 genutzt. Aber wie sagt dessen Trainer immer: „Die ä-Strichlich sind immer schlecht.“ Schott holte sich nämlich das Break und fand auf schon fast magische Weise zu mehr Sicherheit. Dem Alkohol sei Dank: „Ich hatte beim Schlag so ein wackliges Händchen, da musste ich mich mal von unseren Damen inspirieren lassen.“ Sprachs und machte sich erst einmal ein kühles Augustiner auf. „Da wird der Arm locker“, wusste auch schon unser Trainer Fabian Knüttel, behielt allerdings für sich, ob das etwas Gutes ist. Für Schott offenbar schon, denn plötzlich kippte das komplette Match. „Da habe ich komplett den Faden verloren“, fachsimpelte Schmitt im Nachgang mit seinem Gegner über diese Phase des Matches, woraufhin dieser gleich einwarf: „Und ich hab ihn zum Glück gefunden.“ In Windeseile drehte Schott die Partie und lag mit einem Mal 5:3 in Front. Zwar bäumte sich der 28-Jährige noch einmal auf und verkürzte, doch Lehrer Schott blieb gegen seinen ehemaligen Schützling cool und zurrte den ersten Durchgang fest. Dabei profitierte er sicher auch von der schlagartig gesunkenen Aufschlagquote seines Kontrahenten und dessen zahlreichen Doppelfehlern.

Auch im zweiten Satz nahm das Match nun den von Schott erhofften Verlauf. Schnell setzte er sich auf 4:0 ab, Schmitt haderte weiter mit seinem Service. Sollte das schon das Ende seiner Viktoria-Reise sein, wo ihm doch so viele Experten schon seit Wochen aufgrund seiner grandiosen Verfassung in dieser Saison gute Chancen eingeräumt hatten? Der gebürtige Poppenröther rappelte sich noch einmal auf und gab alles. Dies sollte an diesem Tag aber zu wenig sein gegen den noch amtierenden Champion, der sich seinerseits zu besagtem Expertenkreis zählt: „Ich hatte vor der Partie Riesen-Respekt vor Simon, er hat ja in diesem Jahr alles weggenagelt.“ Letztlich wurde der junge Herausforderer aber selbst flachgelegt, um das Matchfoto entsprechend zu interpretieren. Er darf sich nun wie im Vorjahr mit Jan Hagedorn messen, Schott hingegen trifft im Halbfinale auf Patrick Schmitt. Ob Letzterer ebenfalls mit Kleinhenz-Coaching rechnen darf, ist allerdings nicht überlieftert.

 


4.September

Hagedorn enttäuscht – Smithers jubelt

Goldene Viktoria (Viertelfinale)

Patrick Schmitt – Jan Hagedorn   6:0, 6:1

Besonders viel war aus den beiden ja nicht herauszubekommen. „Ich kann grad nicht viel dazu sagen“, stand Patrick Schmitt direkt nach seinem Viertelfinalmatch um die Goldene Viktoria gegen Jan Hagedorn ganz offensichtlich noch unter dem Eindruck des zuvor Erlebten. Auch sein Gegner gab sich etwas mundfaul, hatte sich doch der Urlaubsrückkehrer zuvor nicht sonderlich erholt präsentiert, stattdessen eher müde und schwerfällig. „Ich habe den Anfang komplett verschlafen“, trauerte dieser seiner Chance zum ersten Halbfinaleinzug hinterher, um matt hinzuzufügen: „Und dann haben heute einfach Kraft, Motivation und Lust gefehlt, um zurückzukommen.“ Wie bitte? Motivationsprobleme in einem PO!-Viertelfinale? Sachen gibt’s…

Das machte es seinem Gegenüber natürlich leichter und so bestimmte Schmitt durchweg das Geschehen auf dem Center Court. Zwar spielte auch er nicht fehlerfrei, wie er selbst bemerkte, doch meist dominierten seine schön herausgespielten Punkte mit dem unverkennbaren Vorhand-Topspin. „Ich bin ein gewisses Risiko gegangen, in der Regel sind die Bälle aber so gekommen, wie ich sie haben wollte“, zeigte sich der FC-Abteilungsleiter zufrieden mit seinem Spiel. Dass es dann am Ende ein regelrechter Blowout wurde, verwunderte auch die anwesenden Zuschauer, waren sie doch von Hagedorns Lethargie sichtlich überrascht. „Es hat heute nicht sein sollen“, zeigte dieser sich nach der Partie zerknirscht. Seine Leistung und Einstellung auf dem Platz dürfte ihm selbst am allerwenigsten gefallen haben, hatte er bislang doch eine ganz ordentliche Saison gespielt. Im „kleinen Halbfinale“ trifft er nun im Kampf um Rang fünf auf Simon Schmitt. Dessen Namensvetter Patrick hingegen freut sich über seinen dritten Einzug in die Runde der letzten Vier in Folge, wo er auf niemanden Geringeren als den amtierenden Viktoria-Champion Markus Schott treffen wird. In seiner aktuellen Form ist Schmitt jedoch einiges zuzutrauen und gegen den gebürtigen Eltingshäuser brennt er sicherlich auf Revanche für die recht deutliche Halbfinal-Niederlage im Vorjahr. Ihm ist jedoch auch bewusst, dass ihn hier im Vergleich zum Hagedorn-Match möglicherweise etwas mehr Widerstand erwarten könnte.

 


1. September

Spahn-ischer Regen

Silberner Aperolo (Gruppe A)

Luisa Spahn – Christiane Palluch   6:0, 6:2

In einer Kategorie holt sich Christiane Palluch locker den Titel: es ist durchaus auffällig, dass auf ihren Matchfotos offensichtlich die mit Abstand beste Laune herrscht. Was jetzt erst einmal wie eine Randnotiz klingt, lässt sich bei genauerem Betrachten gar nicht hoch genug bewerten. Sportlich war die Poppenrötherin im Turnierverlauf bisher eher so semi-erfolgreich unterwegs gewesen. Dass dies der guten Laune und dem Spaß an diesem wunderbaren Sport nicht zwangsläufig einen Abbruch tun muss, beweist Palluch Match für Match. Ihre Gegnerinnen betonen regelmäßig, dass die Matches mit ihr stets ein Vergnügen waren. Bei den meist recht deutlichen Ergebnissen ist auch das keine Selbstverständlichkeit. Und doch ist sie eigentlich ein Sinnbild dafür, wofür die Poppenroth Open stehen sollen: ein Wettbewerb für alle Niveaustufen, in dem bei allem Siegeswillen der Spaß deutlich im Vordergrund stehen soll. Vor allem im Damenfeld könnten wir künftig gerne noch mehr solcher Sportsfrauen gebrauchen.

So war es auch im allerletzten Vorrundenspiel um den Silbernen Aperolo zwischen Luisa Spahn – und eben Palluch. So richtig brenzlig wurde es für die Oberthulbaerin eigentlich nur einmal: zu Beginn des zweiten Satzes, als ihre geringfügig ältere Kontrahentin plötzlich 2:1 in Führung ging. Zuvor hatte sie sich den ersten Satz zumindest ergebnistechnisch deutlich gesichert. Doch das Match verlief nicht ganz so deutlich, wie es das 6:0 vermuten lässt: „Ich habe immer mal wieder Phasen gehabt, in denen ich die Bälle unnötig verschlagen habe“, haderte Spahn mit ihrer Sicherheit und zahlte mit dem zwischenzeitlichen Rückstand prompt die Zeche, „da hat es sich dann gerächt.“ Ihre fehlende Konzentration fand sie jedoch schnell wieder, wenn auch nicht beim Service: „Ich bin mal wieder in mein altes Aufschlag-Problem verfallen.“ Am Ende konnte es unsere Meister-Spahnierin jedoch relativ leicht verschmerzen und sicherte sich mit dem Sieg nach einer unglücklich verlaufenen Vorrunde zumindest die Chance auf den fünften Gesamtrang. Palluch hingegen freut sich auf das Duell mit Theresa Schmitt um Rang neun – und wird hoffentlich auch hier wieder jede Menge gute Laune versprühen. Egal ob sie dann wie im Bild eher im Regen stehen wird oder eher mit Ruhm begossen wird.

 


31. August

Grom im Halbfinale

Graf-Poppo-Cup (Viertelfinale)

Sascha Grom – Andreas Müller   6:3, 7:5

„Benehmt Euch!“, hatte Sportwart Markus Schott den PO!21-Teilnehmern nach der Auslosung noch mit auf den Weg gegeben. Gemeint war damit das Schreibverhalten in der internen Whatsapp-Gruppe und der Grund war die chronische Whatsapplosigkeit des Lauterers Andreas Müller. Zum Glück ist zumindest dessen Freundin Isabell beim beliebten Messenger-Dienst angemeldet, weshalb diese stellvertretend für Müller als Informationsempfänger aufgenommen worden war. Eine gewisse Etikette im Beisein weiblicher Mitglieder war also angebracht. Vielleicht wurde sie durch ihre Anwesenheit in der Gruppe ein wenig gekitzelt, denn rechtzeitig zum Poppo-Viertelfinale gab sich Isabell die Ehre: „Andreas hat gleich mal eine Schiedsrichterin mitgebracht“, stellte Müllers Gegner Sascha Grom jedenfalls begeistert fest und so wurde die junge Dame auch gleich mal in die Pflicht genommen. Das Zählen des Spielstands bereitete dieser zunächst kleine Probleme, doch bis zum Ende des Matches hatten die beiden Protagonisten ihre „Vorgesetzte“ so weit: Ausbildung zur Oberschiedsrichterin abgeschlossen!

Zuvor hatten die beiden Akteure in einem angenehmen und fairen Duell den nächsten Halbfinalisten herausgespielt. Die beiden sympathischen Extremsportler schenkten sich auf dem Platz nichts, verstanden sich darüber hinaus aber prächtig. Zwischendurch wurde so viel gelacht, dass man hätte meinen können, man befände sich auf einem Comedy-Festival. Kickboxer Müller bestätigte seine positive Entwicklung seit dem Turnierbeginn und lieferte dem etwas tenniserfahreneren Marathonmann Grom ein Duell auf Augenhöhe. Letzterer war zudem „angeschlagen“ in die Partie gegangen. Einerseits laborierte Grom seit geraumer Zeit an Rückenschmerzen, noch entscheidender dürfte andererseits aber ein weiterer Aspekt gewesen sein: „Ich bin gerade in einer Fastenwoche, habe jetzt den fünften Tag in Folge nichts gegessen“, berichtete Grom matt von seiner turnusmäßigen Entschlackung. Dies könnte sich gegen einen „Pflege-Fighter“ wie Müller rächen, doch letztlich profitierte Grom von seinem geringen Mehr an Erfahrung, die letztlich auch den Ausschlag für das Ergebnis gab. Im ersten Satz ging es laut dem Burkhardröther noch „relativ deutlich“ zu, das 6:3 an dessen Ende war Lohn seiner Mühen. Ohne Pausen zogen die beiden das Match fast schon „schmittlich“ durch, allerdings ohne provokante Spitzen. „Wir waren ratz-fatz fertig“, bestätigte auch Grom mit Blick auf die lediglich rund 75 Minuten Spielzeit – trotz eines engen zweiten Durchgangs. Dort hatte ab dem 3:2 stets der Lauterer die Nase knapp vorn und liebäugelte beim Stand von 5:4 gar mit dem Satzausgleich. Es ist aber eben auch eine Qualität, im entscheidenden Moment einen kühlen Kopf bewahren zu können. Dachte sich zumindest Grom und holte sich die folgenden zwölf (!!!) Punkte zum Matchgewinn. Damit ist er gegen den Kampfsportler noch einmal buchstäblich mit einem blauen Auge davon gekommen, was seine Vorfreude auf die nun anstehende Revanche gegen Manuel Kleinhenz jedoch nicht schmälern sollte: „Ich freue mich megamäßig drauf!“, brennt Grom nun darauf, sich für die letztlich außer Konkurrenz erlittene Vorrunden-Niederlage zu rehabilitieren. Auch für Müller kommt es zu einer zweiten Chance, darf er sich doch nun ein weiteres Mal mit Vorrundengegner Daniel Sollner messen. Mit oder ohne Schiedsrichter – Sollner wird gegen den aufstrebenden Krankenpfleger alles geben müssen.

 


30. August

Der Capitano macht's

Goldene Viktoria (Platz 9-16)

Christian Kleinhenz - Florian Rottenberger   6:3, 6:3


Letzten Montag schon kam es zum Duell von Flo Rottenberger gegen seinen Capitano Christl Kleinhenz. Der „erfahrene Hund“ legte los wie die buchstäbliche Feuerwehr oder wie ein gewisser Markus S. an der Asbach-Flasche und zog schnell ab um auf 3:0 zu stellen. Die „Supervorhand mit passablem Aufschlag“ von Kleinhenz reichte wörtlich „mit Masse“ (?) für den Tennisneuling Rotte, der sich Christl nächstes oder übernächstes Jahr dann richtig vorknöpfen will. Dieses Jahr konnte er weitgehend nur durch läuferische Klasse gegenhalten und sich die jeweils 3 Spiele verdientermaßen erkämpfen. Somit ist es für den ambitionierten Torwart halt das berüchtigte Lehrjahr im oberen Feld der Viktoria, wo er es ausnahmslos mit alten und noch älteren Tennishasen zu tun haben wird, es sei denn er trifft nochmal auf „Little“ Metz. Christian wird es jetzt mit Klaus Schmitt oder Toni Beyer zu tun bekommen und Flo darf dann gegen den Verlierer dieser Partie ran.


30. August

Der „böse“ Wolf wildert lieber auswärts

Goldene Viktoria (Platz 9-16)

Klaus Wolf - Christoph Kröckel  6:2, 4:6, 6:2



Mit allen Wassern gewaschen und zur Zeit extrem ehrgeizig und gut in Form ist unser Wolfi. Im Kampf um Platz 9 im Viktoria-Wettbewerb traf er auf den amtierenden Graf-Poppo Champion Chris Kröckel. Schon zu Beginn bei sommerlichem Wetter um 08.30 h begannen die Wölfschen Psychotricks mit der Wahl der Anzeigeseite an der Tafel. Kröckel tappte wie einst das unbekümmerte Rotkäppchen in die Falle und wählte mit "HEIM" die Looser-Seite. Von Klaus frisch unter die Nase gerieben dachte der Bauherr wohl noch einige Zeit über den möglichen Zusammenhang der Anzeigetafel mit dem Spielverlauf auf dem Court nach und zack  - schon war der erste Satz 2:6 weg. Mit neuem Schläger konnte der Poppo – Champion mehr Druck entfachen, rückte offensiver auch mal ans Netz vor und erzielte einige gute Volley-Abschlüsse. Verdient und unter anderem mit dem schönsten Cross- Passierball sicherte sich Chris den 2. Durchgang. Doch der Wolf trieb weiter unbeirrt sein Unwesen, stellte sich auf die offensivere Gangart seines Gegners ein und verbuchte die „Gurke des Tages“ für sich. Ein Return nach einem langsamen Aufschlag mutierte zum Stopp hinterm Netz nachdem der Rahmentreffer zuvor 4-5 Meter hoch abgeprallt war. Da unser Wolf ja kein ganz junges Raubkätzchen mehr ist muss er auch mit solchen „Spezialschlägen“ arbeiten, um die teils über 30 Jahre jüngeren Geißlein im Zaum zu halten.

 


27. August

Lienhard weiß jetzt, wer der Babo ist

Graf-Poppo-Cup (Platz 9-16)

Christoph Egerer – Sebastian Lienhard   6:1, 6:0

Erster Vorstand gegen Zweiter Vorstand. Der Vergleich unserer beiden Kindergarten-Babos Christoph Egerer und Sebastian Lienhard war jedoch eine recht einseitige Sache. Kaum verwunderlich, wie auch „Jimmy E.“ zugeben musste: „Klar, Sebastian hat sein viertes Spiel gemacht, ich mein Vierhundertstes.“ Dementsprechend muss man die Leistungen der beiden Akteure auch etwas differenziert einordnen. Hobby-Avenger Lienhard glänzte nach Aussage seines Gegners bereits nach „gefühlt drei Ballwechseln“ mit seiner Superhelden-Fähigkeit Transpiration. Schon kurz nach Spielbeginn war dieser fast schon traditionell völlig durchgeschwitzt, die platzierten Bälle von Egerer zeigten Wirkung. Fleißig erkundete der IT-Spezialist nahezu jedes Sandkorn auf dem Court und versuchte die präzise verteilten Bälle von Egerer zu erlaufen. Sonderlich viel ausgerechnet hatte sich Lienhard für dieses Duell ohnehin nicht, sein Hauptaugenmerk lag eher auf den verbleibenden beiden Spielen – vor allem auf der Revanche gegen Hendrik „Henning“ Stichler. Zuvor musste er jedoch noch seinen Mann gegen den ambitionierten Vermögensberater stehen und verdiente sich durch seinen Auftritt durchaus dessen Anerkennung. „Im Vergleich zu den ersten Matches hat er sich deutlich verbessert“, lobte dieser hernach fair und respektvoll. Das eine Spiel im ersten Satz verdiente sich Lienhard redlich, wenn auch mit ein wenig Glück. „Da hat er den Ball wirklich dreimal so komisch mit dem Rahmen getroffen, dass er ganz kurz vorne reingefallen ist“, schmunzelte Egerer und schob überzeugt hinterher: „Die hätten auch die ganzen Poppenröther Cracks wie Markus Schott, Frank Kleinhenz und Simon Schmitt nicht gekriegt.“ Was Kleinhenz in dieser Aufzählung zu suchen hat, bleibt Egerers Geheimnis, muss aber wohl der Loyalität innerhalb der Bürogemeinschaft geschuldet sein 😉 Bei dem einen Spielgewinn hätte es jedoch gar nicht bleiben müssen, "ein Zweites und Drittes wäre möglich gewesen", lobte Egerer, dessen größere Erfahrung sich am Ende jedoch ohne große Mühe durchsetzte.

Für Lienhard kommt es nun in der Tat zur seit Wochen herbeigesehnten Revanche mit Stichler, wo sich „Master Lee“ gerne für die erlittene Vorrundenpleite rehabilitieren möchte. Egerer hingegen wird es mit Martin „Smodd“ Kleinhenz zu tun kriegen.

 


27. August

Prestigeduell geht an Edelmann

Goldene Viktoria (Platz 9-16)

Stefan Edelmann - Thomas Metz   6:1, 7:6

Auf dieses Duell hatten sich die Beiden sicher besonders gefreut. Trotz ihrer fußballerischen Prägung verzichtete man jedoch auf eine Entscheidung im Elfmeterschießen und wollte seine inzwischen durchaus beachtlichen Qualitäten mit dem Racket beweisen. Dies gelang besonders im ersten Durchgang dem Neu-Kurstädter Edelmann besser: „Das Spiel war bei Beiden sehr fehlerhaft, wobei Tom noch mehr Fehler machte“, wusste der 29-Jährige zu berichten und machte dafür vor allem die mangelnde Spielpraxis verantwortlich. Training soll da bekanntlich helfen 😅 Entsprechend einseitig dann auch das 6:1 in Durchgang Eins. Wesentlich spannender und ausgeglichener wurde es dann im zweiten Satz, gar „mit leichten Vorteil für Tom“, musste Edelmann die deutliche Steigerung seines Gegenübers anerkennen. „Gerade so“ rettete sich dieser in den Tiebreak, wo die beiden Kontrahenten noch einmal alles in die Waagschale warfen. In bester Hitchcock-Manier lieferten sich der Torwart und der Torjäger ein Duell auf des Messers Schneide, in dem Edelmann letztlich das bessere Ende für sich hatte.

Im vorletzten Match des Turniers trifft dieser nun auf Routinier Klaus Wolf, den Mann mit der Bilderbuch-Rückhand. Metz darf sich hingegen mit einem weiteren Spieler mit Lauterer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft messen: gegen den amtierenden, in Kürze aber entthronten Graf-Poppo-Champion Christoph Kröckel wird es abermals vor allem um jede Menge Prestige gehen.

 


25. August

Smodd Dog für Stichler

Graf-Poppo-Cup (Platz 9-16)

Martin Kleinhenz – Hendrik Stichler   6:1, 6:1

Einen sogenannten „Bagel“ gab es dieses Mal nicht für Hendrik Stichler, soviel sei vorweggenommen. Stattdessen gab es für „Henning“ einen „Smodd Dog“, wenn man ein lukullisches Äquivalent suchen möchte. Ob der Begriff letztlich Einzug in den großen, weiten Tenniszirkus halten wird, wissen wir nicht. 1:6, 1:6 hieß es am Ende jedenfalls aus Sicht des Exil-Schwaben, denn Martin „Smodd“ Kleinhenz hatte ihm ordentlich Brotzeit gegeben und ihm in jedem Satz ein Würstchen kredenzt. Lang und dünn war es aber nicht, was die beiden Akteure da anboten, ganz im Gegenteil: es entwickelte sich ein munteres und abwechslungsreiches Messerwetzen „Es war ein Spiel mit langen und spannenden Ballwechseln“, beurteilte Stichler die Menüfolge mit „dem einen oder anderen“ Spiel über Einstand. Lange ließ der inzwischen immer sicherer agierende Jungspund seinen Gegenüber schmoren, um die entscheidenden Bälle stets rezeptgetreu und punktgenau zu servieren. Am Ende dürfen es sich beide Tennis-Quereinsteiger aber so richtig schmecken lassen. Das PO!21-Teilnehmerfeld ist mit zahlreichen neuen Vereinsspielern sicher stärker einzuschätzen als im Vorjahr, was jede gelungene Mahlzeit in Form von Siegen umso bemerkenswerter macht. Die erfrischende „Hopfenlimonade“ gab es dann jedoch nicht zum Essen dazu, sondern erst danach. Auch diese schmeckt beiden Akteuren bekanntlich besonders gut. Mit Spannung erwarten sie nun den Ausgang des Kindergarten-Kochduells zwischen Christoph „Jim“ Egerer und Sebastian „Lee“ Lienhard. Kleinhenz wird gegen den Sieger der Begegnung den Kochlöffel…äh Tennisschläger schwingen, Stichler gegen den Verlierer. Guten Appetit!

 


25. August

Kleinhenz wildert in Poppenroth

Graf Poppo-Cup (Viertelfinale"

Manuel Kleinhenz – Daniel Sollner   6:1, 6:0

Daniel Sollner machte nach dem Poppo-Viertelfinale gegen Manuel Kleinhenz gar nicht erst den Versuch, seine Leistung zu erklären: „Den Spielbericht gibt’s von Manuel“, erklärte er nur knapp und zog von dannen. Auch das obligatorische Siegerfoto nach der Partie taugte zur Interpretation: Sollner zeigte im Spiel ein ganz anderes Gesicht, er musste sich aufgrund seiner dargebotenen Leistung abwenden – oder er wurde mal so richtig auf links gezogen. „Das Ergebnis sieht klarer aus, als es war“, versicherte Kleinhenz hernach zwar glaubhaft, doch das Scoreboard lügt nun mal nicht. Dieses Mal war es vor allem die Rückhand, die dem Wahl-Poppenröther Sorgen machte. Während er mit dieser Fehler um Fehler produzierte, gelangen dem Schlimpfhofer immer wieder sehenswerte Winner und schöne Passierschläge. Zwar gingen viele Spiele über Einstand, doch einem Mannschaftsspieler sollte es gegen einen (zugegebenermaßen äußerst talentierten) Neueinsteiger sicherlich häufiger gelingen, diese am Ende auch für sich zu entscheiden. Das weiß der zweifache Familienvater natürlich auch und wird in Zukunft vermehrt an seiner Konstanz und Kontrolle arbeiten. Kleinhenz indes kommt immer besser in dieses Turnier hinein und steht mit einer blütenweißen Turnierweste im Halbfinale des Graf-Poppo-Cups, auch wenn er mit der Arithmetik des weißen Sports noch so seine Probleme hat. Immerhin: „Das Zählen klappt jetzt besser“, freute sich der passionierte Jäger über seinen jüngsten Schuss. Sollner hingegen dürfte sich eher wie ein Reh auf der Motorhaube gefühlt haben. Der Sieger durfte zum Lohn nach dem Match ein wenig auf dicke Hose machen, beäugten doch seine Neffen als Zuschauer kritisch, was der Onkel da machte. Viel durften sie nicht zu kritisieren haben, auch wenn „Onkel Manuel“ einmal mehr das Haar in der Suppe suchte. Dabei setzte er bei seinem Nervenkostüm an: „Ich war bis in den zweiten Satz hinein wieder total nervös“, flunkerte der ehemalige Schlümbicher Top-Torjäger, der aber durchaus auch stolz auf seinen Turnierverlauf ist: „Bis jetzt habe ich im Wettbewerb nur Mannschaftsspieler gehabt“, ist er sich seiner stetig ansteigenden Form bei vier Siegen aus vier Matches bewusst. In diesem Sinne: Waidmannsheil, lieber Manuel und viel Erfolg im Halbfinale!

 


24. August

Hauck rehabilitiert sich

Silberner Aperolo (Gruppe B)

Laura Hauck - Louisa Goll  4:6, 6:1, 10:8

Ja ist denn schon Erntezeit , oder wie ? Dieser besch… eidene Mähdrescher ! Laura Hauck hatte im ersten Satz gegen Louisa Goll mit der landwirtschaftlichen Geräuschkulisse schwer zu kämpfen. Dass sie sich leichter als so manche Gegnerin durch Geräusche beeinflussen lässt konnte man ja schon im hochklassigen Finale letztes Jahr feststellen. Vielleicht kann sie sich zukünftig ja sicherheitshalber mal ein paar Ohrstöpsel in die Tennistasche legen. Denn es gibt ja auch noch Aufsitzrasenmäher, lautstark palaverndes Publikum und die ein oder andere Drohne, die an wichtigen Tagen an der Tennisanlage auftauchen könnten. Doch zurück zum Match ! Ach ne, die Sonne hat ja auch noch geschienen und geblendet , aber diesmal beide Akteurinnen und das besonders beim Aufschlag. Somit war es nicht verwunderlich dass alle Spiele mit Breakbällen versehen waren und Louisa sich schließlich den ersten Satz mit 6:4 erkämpfte ! Doch eine wahre Finalistin ließ sich dadurch nicht einschüchtern sondern drehte mit Cross – Returns im 2.Satz erst so richtig auf. Mit schönen Stopps lockte Laura ihre Gegnerin ans Netz um sie dann ganz elegant aus zu lobben … Pitsch Patsch, 1:6 für Laura. Es folgte ein äußerst spannender Match-Tiebreak, in dem zunächst Louisa die Nase vorn hatte, aber Mentalitätsmonster Laura die entscheidenden Punkte zum 8:10 Sieg einfahren konnte.

 


24. August

Schmitt²

Silberner Aperolo (Gruppe B)

Theresa Schmitt - Renate Schmitt   6:2, 6:0

Spielpraxis ist halt doch das A und O. Beide Spielerinnen können das nur bestätigen und hatten laut Theresa ein sehr schönes Match mit wenigen Fehlern. Die vielen Spiele innerhalb kurzer Zeit geben einem halt auch Sicherheit und Kontinuität in den Schlägen. So konnte Theresa bei den meisten Ballwechseln entschlossen und offensiv in die Bälle gehen um sie schön zu platzieren. Renate musste daher längere Wege gehen und versuchte mit Stopps und vielen Slices dagegen zu halten. Theresa machte jedoch zumeist schnell die Punkte und hielt sich im 2. Satz komplett schadlos, so dass die Partie doch recht zügig zu Ende ging. Beide Spielerinnen hatten aber jede Menge Spaß und erfreuten sich im Anschluss als Zuschauerinnen an der spannenden Partie Laura – Mareike …. Wahrscheinlich bei einem verdienten Gläschen Sekt….

 


18. August

Rottenbergers Endgegner

Silberner Aperolo (Gruppe B)

Mareike Rottenberger – Laura Hauck   7:5, 1:6, 10:8

Das Beste kommt bekanntlich immer zum Schluss. Auch für Mareike Rottenberger, die sich ihr entscheidendes Duell um den Gruppensieg gegen Laura Hauck ganz für das Ende aufgehoben hatte. „Jetzt kommt mein Endgegner“, hatte sie bereits nach dem Sieg gegen Franziska Schmitt den Blick auf das anstehende Duell mit der Vorjahresfinalistin gelegt. Schon im letzten Jahr hatte es diesen Vergleich in der Vorrunde gegeben, damals war die Burkhardrötherin bei ihrem Comeback nach der Babypause noch komplett ohne Chance geblieben. Doch in diesem Jahr war für sie alles anders. Schon in der Medenrunde glänzte sie mit ihren Meister-Feeeechern mit bestechender Form und auch bei den PO!21 pflügte sie eindrucksvoll durch die Vorrunde. Gleiches galt jedoch auch für ihre Albertshäuser Kontrahentin und die Konstellation in Gruppe B verlieh dem Ganzen noch den letzten Hauch an Dramatik. Dass sich beide Akteurinnen unabhängig vom Endergebnis für das Halbfinale qualifizieren würden, stand bereits vor der Begegnung fest. Es stand dennoch eine ganze Menge auf dem Spiel. Sicherlich ging es auch um eine große Portion Prestige im Duell der Nummern 1 (Hauck) und 2 (Rottenberger) unserer so erfolgreichen Damenmannschaft sowie darum, sich vor den K.O.-Spielen ein gewisses Maß an Selbstvertrauen anzueignen. Vor allem aber wollten sich beide Damen eine gute Ausgangsposition für die Endrunde zu verschaffen und da ging es in erster Linie darum. das direkte Duell mit Titelverteidigerin Sina Schmid bereits im Halbfinale zu vermeiden.

Schon im ersten Durchgang zeigten Beide, dass sie in diesem Jahr völlig verdient am oberen Ende der Tabelle anzutreffen sind. „Es war ein verrückter erster Satz“, bestätigte auch Rottenberger und meinte damit die Wagenladung an spektakulären Ballwechseln, mit denen sie sich gegenseitig quer über das ganz Feld scheuchten. Kein Sandkorn blieb unerforscht, doch für die Laufarbeit waren sich weder Rottenberger noch Hauck zu schade. Letztere verpasste beim Stand von 5:3 und 40:15 bei eigenem Aufschlag die ersten zwei Satzbälle, was ihrer Kontrahentin wohl noch einmal richtig Auftrieb gab. Rottenberger fightete sich zurück ins Match und holte sich mit 7:5 den ersten Satz.

Das Wort „aufgeben“ kommt im Sprachgebrauch der Albertshäuserin jedoch nicht vor und so drehte sie nun richtig auf. Immer wieder setzte sie ihre Vorhandpeitsche zu ihren Gunsten ein, das Match bekam plötzlich eine ganz andere Richtung. „Im zweiten Satz war Laura klar die Stärkere“, musste auch Rottenberger anerkennen, was sich in einem deutlichen 6:1 verbunden mit dem Satzausgleich auch auf dem Scoreboard niederschlug.

Wie eingangs beschrieben, lag eine ganze Menge Brisanz in dieser Partie und da passte es voll zur Dramaturgie, dass die Begegnung im Matchtiebreak entschieden werden musste. Zur Freude übrigens der nahezu vollständig erschienenen Meisterdamen, die sich diesen Thriller nicht entgehen lassen wollten. Da traf es sich ganz gut, dass Trainerin Anne an diesem Tag leider verhindert war und so verlagerte man das Training kurzerhand neben den Court. Die Kulisse passte also, nicht aber der Auftakt für Rottenberger: nach dem ersten Seitenwechsel lief sie einem 1:5-Rückstand hinterher, holte sich im Anschluss aber zwei wichtige Bälle zum 3:5. Hauck behauptete zunächst jedoch ihre Führung bis zum Stand von 7:5 und hatte dann Pech: zwei ihrer gefürchteten Vorhände landeten knapp im Aus, mit einem weiteren Punkt ging Rottenberger dann ihrerseits in Führung. Zwar glich Hauck noch einmal zum 8:8 aus, doch die Nervenstärkere war an diesem Tag Rottenberger. Sie holte sich den nächsten Punkt und verwandelte gleich den ersten Matchball zu dem am Ende an Spannung nicht zu überbietendem 7:5, 1:6, 10:8.

Somit kommt es im Halbfinale nun zur Neuauflage des Endspiels 2020 zwischen Sina Schmid und Laura Hauck. Die zweite Finalistin wird dann im Duell zwischen den Senkrechtstarterinnen Mareike Rottenberger und Rica Wehner entschieden. Die gute Nachricht nach diesem nervenaufreibenden Spiel für unsere Damen: zu einem erneuten Champions-Tiebreak wird es dann nicht mehr kommen. Ein möglicher dritter Satz wird auch bei unseren Damen in der K.O.-Runde voll ausgespielt.

 


16. August

Vom Winde verweht

Silberner Aperolo (Gruppe B)

Mareike Rottenberger – Renate Schmitt   6:3, 6:2

Morgens halb zehn in Poppenroth. Knoppers gab es keines, dafür mächtigen Wind am frühen Montagmorgen. Der Feind eines jeden Tennisspielers, der auch nur im Geringsten Wert legt auf so Nebensächlichkeiten wie Ballkontrolle. Dementsprechend schwer taten sich auch Mareike Rottenberger und Renate Schmitt bei ihrem Duell unter ebensolchen Bedingungen. „Es sah auch teilweise etwas lustig von der gegenüberliegenden Seite aus, wenn der Ball plötzlich stehen geblieben ist oder nochmal einen Bogen gemacht hat“, amüsierte sich Rottenberger nach der Partie. Sie hatte gut lachen, denn nicht nur hatte beide Spielerinnen offensichtlich mächtigen Spaß, sondern sie holte sich auch den fest eingeplanten Sieg vor ihrem Finale um den Gruppensieg gegen Laura Hauck. „Es war für mich nach dem Spiel mit Franzi ein komplett anderes Match“, blickte die Siegerin auf die nervenaufreibende Begegnung mit Renates Tochter zurück, das sie erst im Matchtiebreak für sich entschieden hatte. Mit Mama Renate ging es dagegen etwas ruhiger zu. Beide Akteurinnen leisteten sich Schwächen beim Aufschlag oder mit der Rückhand, agierten taktisch dafür aber äußerst geschickt. Schmitt versuchte es immer wieder mit Stopp-Lob-Kombinationen, während Rottenberger vor allem über die Länge kam, womit sie ihre Gegnerin immer wieder unter Druck setzte. Letzlich trug unsere Damen-Mannschaftsführerin mit einem verdienten 6:3, 6:2 den standesgemäßen Sieg davon, mit dem sie die Qualifikation für das Halbfinale perfekt machte. Gegen Hauck geht es nun um den Gruppensieg und darüber hinaus in allererster Linie darum, Titelverteidigerin Sina Schmid aus dem Weg zu gehen. Andrerseits gilt eben auch bei den PO!21 das Motto: wenn Du den Titel willst, musst Du alle schlagen!

 


16. August

Wer braucht schon Urlaub, wenn in Poppenroth am Tennisplatz auch die Sonne scheint

Goldene Viktoria (Achtelfinale)

Jan Hagedorn - Christian Kleinhenz   6:2, 6:4



Nachdem der erste vereinbarte Termin für eine nasse Hose gesorgt hätte und somit verschoben wurde, fanden Christian und Jan endlich einen Nachholtermin, der aber genau das Gegenteil bringen sollte, nämlich gnadenlose Hitze. ☀️

Voll motiviert starteten beide ins Spiel und es zeigte sich, dass es wohl ein Spiel auf Augenhöhe werden würde. Beide Akteure sind bekannt für ihre schnelle, ja nahezu aggressive Spielweise und genau so wollten sie die Punkte erzielen und nicht durch langsames, platziertes Spielen.
Im ersten Satz wusste jeder was zu tun ist: Die Punkte werden durch Eigeninitiative erkämpft und nicht durch Fehler des Kontrahenten. So hauten sich die Beiden die Bälle nur so um die Ohren und Fehler suchte man auf beiden Seiten vergebens.
Christian war sichtlich beeindruckt, wie sicher Jan im ersten Satz ablieferte und sich den Satzgewinn mit 6:2 holen konnte.
Chapeau aus Waldfenster. 😎

Im zweiten Satz stiegen die Temperaturen auf ein Tageshoch und die goldene Kugel am Himmel machte beiden zu schaffen.
Die Kraft lies nach und das Niveau des ersten Satzes konnte bei den schweißtreibenden Bedingungen nicht mehr gehalten werden. Jetzt ging es darum, wer zuerst einen Fehler macht. Gegen Ende des zweiten Satzes konnten sich beide nochmal berappeln und dem Gegenüber noch mehr Schweiß ins Gesicht treiben.
Anscheinend hatte Jan jedoch die bessere Sonnencreme aufgetragen, denn er konnte zum 6:4 verwandeln und somit das Spiel für sich entscheiden.

Spaß gemacht hat es beiden und Gesicht und Platte haben bei dem Spiel auch noch ein bisschen Sommerbräune abgekommen. Was will man mehr? ☀️🔥☀️

Jan wird im Viertelfinale auf Patrick „Ich habe mich top erholt in meinen Flitterwochen“ Schmitt treffen und Christian wird es mit Florian „Ob Fußball oder Tennis – ich kann Alles“ Rottenberger treffen.

 


15. August

Zack! Gewehnert!

Silberner Aperolo (Gruppe A)

Rica Wehner – Luisa Spahn   6:2, 6:2

Unsere Damen sind schon etwas Besonderes. Hatte sie der beispielhafte Teamgeist und Trainingsfleiß in dieser Saison schon zur Meisterschaft getragen, betraten die Teamkolleginnen Rica Wehner und Luisa Spahn bei strahlendem Sonnenschein bestens gelaunt den Court – zum direkten Duell. Bevor es losgehen konnte, musste jedoch eine grundsätzliche, von ihrer Brisanz kaum zu überbietende Frage geklärt sein: „Trinken wir den Aperol, den ich mitgebracht habe vor oder nach dem Spiel?“, frug die Poppenrötherin sogleich. Man entschied sich für die After-Show-Variante und angesichts der 36 Grad auf dem Court womöglich eine weise Wahl. Vielleicht aber auch nicht: „Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass es besser gewesen wäre, wir hätten ihn wie bei den Mannschaftsspielen vorher getrunken“, ist sich Spahn sicher, die mit dem Matchverlauf überhaupt nicht zufrieden sein konnte. Beim Break-Festival zu Beginn schaffte es die Oberthulbaerin zumindest noch, Wehners ebenfalls nicht ganz solides Service auszunutzen. „Wir haben uns Beide beim Aufschlag an sich schwer getan“, bestätigte Spahn und als wäre das nicht genug, ließen sie an diesem Tag auch noch ihre sonst so soliden Grundschläge im Stich: „Viele Fehler und viel Rumgeeier“, fasste Spahn den ersten Satz kurz und bündig zusammen, an dessen Ende für sie ein deutliches 2:6 stand.

In Durchgang zwei ein ähnliches Bild. Wehner zeigte sich beim Service schlicht und ergreifend konstanter und brachte ihre Aufschlagspiele - mal mehr, mal weniger souverän – durch. Spahn hingegen „eierte“ weiter und bekam ihre Probleme mit dem eigenen Aufschlag an diesem Tag einfach nicht in den Griff. Dennoch zeigte die ambitionierte Spielerin Charakter und stemmte sich beim Stand von 2:5 noch einmal gegen die Niederlage. „Das letzte Spiel hatte gefühlt die gleiche Länge, wie das gesamte vorherige Match“, resümierte die enttäuschte Spahn, die am Ende auch in diesem Aufschlagspiel den Kürzeren zog.

Der Sieg ist für Wehner gleichbedeutend mit der Qualifikation für das Halbfinale. Nach einem enttäuschenden neunten Rang im Vorjahr ist dies womöglich die größte Überraschung. Andrerseits präsentiert sich die Poppenrötherin bereits die gesamte Saison über in großartiger Verfassung, die sie auch über ihren Italien-Urlaub rettete. Als Gruppenzweite trifft sie nun auf die Gruppensiegerin der Parallelstaffel, die im direkten Duell zwischen Mareike Rottenberger und Vorjahresfinalistin Laura Hauck ermittelt wird.

Für "Lulu" steht hingegen noch ihr abschließendes Vorrundenmatch gegen Christiane Palluch auf dem Programm. Mit dem vermutlich finalen vierten Platz in der Gruppe wird die sympathische junge Dame aber nicht zufrieden sein, zumindest nicht nach ihrer zuvor so steilen Entwicklung im Laufe dieser Saison. Mit zwei konzentrierten Vorstellungen in den verbleibenden beiden K.O.-Partien ist aber theoretisch ja noch der fünfte Platz denkbar. Nach Rang sechs im Vorjahr wird das auch Spahns Ziel sein.

Ach ja, der abschließende Aperol. Die Erfrischung haben sich die Beiden nach ihrem Match natürlich redlich verdient. Der Halbfinalistin wird er besonders gut geschmeckt haben.


 

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